Österreich-Banken müssen keinen zusätzlichen Krisenpuffer aufbauen

Brüssel/Frankfurt (APA) - Österreichische Großbanken wie die Erste Group oder die Raiffeisen Bank International (RBI) müssen für den Krisenfall keine zusätzlichen Kapitalpuffer aufbauen. Sie sind von der aktuellen Entscheidung des Systemrisikorates (SRB) nicht betroffen, der den Großbanken in der Eurozone vorschreibt, einen solchen Kapitalpuffer innerhalb von vier Jahren aufzubauen.

"Es ist keine österreichische Bank davon betroffen", sagte der Geschäftsführer der Bankensparte in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Franz Rudorfer, am Donnerstag auf APA-Anfrage. Wobei die UniCredit Bank Austria nicht als österreichische Bank gelte. Auch aus anderen Finanzkreisen wurde diese Ansicht bestätigt. Der SRB selbst hat keine Namen oder die Zahl der betroffenen Großbanken veröffentlicht.

Der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, hat wie berichtet erstmals verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt.

Experten schätzen, dass die betroffenen Institute zwischen 186 und 276 Mrd. Euro frische Mittel aufnehmen müssen. Der SRB ist für insgesamt 142 Banken zuständig. Für die kleineren unter ihnen sollen die MREL-Ziele später festgelegt werden. Für weltweit systemrelevante Häuser wie die Deutsche Bank, UniCredit und BNP Paribas gelten sie schon von 2019 an.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"