Österreich will Abkommen gegen Sportwetten-Betrug heuer unterzeichnen

Österreich will eine Konvention des Europarates gegen die Manipulation von Sportwetten noch heuer unterzeichnen. Dies kündigte Sportminister Gerald Klug (SPÖ) am Dienstag am Rande eines EU-Ministerrates in Brüssel an. Klug will sich auch für eine rasche Ratifizierung des Übereinkommens einsetzen.

Österreich muss infolge dieses Schrittes zwar keine strafrechtlichen Betrugstatbestände anpassen, wie Klug sagte. Die Europarats-Konvention führe aber zu einer intensiveren Koordinierung mit den Bundesländern, die in Österreich für Sportwetten zuständig sind. In Österreich werde dann auch eine Plattform zur Koordinierung mit den Sportfachverbänden eingerichtet, so der Minister.

Weitere Aufgaben der Plattform seien die Weitergabe von Informationen an die Strafverfolgungsbehörden und die länderübergreifende Koordinierung. Vorarlberg sei auf Länderebene bereits weit vorangeschritten und ein positives Beispiel, sagte Klug.

Im Kampf gegen den Wettbetrug wurden laut Klug seit 2014 auf nationaler Ebene bereits ein Maßnahmenpaket von einer interministeriellen Arbeitsgruppe erarbeitet. Dieses sieht eine Verschärfung des Disziplinarrechts bei den Fachverbänden, Sperren und Geldstrafen für Spieler, eine leichtere Akteinsicht der Sportverbände in laufende Verfahren, verstärkte Prävention und Ermittlungen, die Einschränkung bestimmter Ereignis- und Situationswetten sowie die Schaffung einheitlicher rechtlicher Rahmenbedingungen vor. Mit dem Verein "Play Fair Code" habe Österreich auch ein international gewürdigtes Instrument geschaffen.

Klug begrüßte, dass auch die Europäische Union der Europarats-Konvention beitreten will. "Österreich ist bisher Vorreiter im Kampf gegen Wettbetrug", betonte der Sportminister.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte