OeNB-Tagung - Wifo-Chef: Weniger Ungleichheit führt zu mehr Wachstum

Wifo-Chef Karl Aiginger hat für Maßnahmen geworben, um gesellschaftliche Ungleichheit zu reduzieren. Weniger Ungleichheit würde zu höherem Konsum und Wirtschaftswachstum führen, sagte Aiginger am Montag auf der Volkswirtschaftlichen Tagung der Nationalbank in Wien.

Aiginer ortet vier unbenutzte oder brachliegende Quellen für mehr wirtschaftliche Dynamik, nämlich Steuern und Staatsausgaben sowie Nachfrage und Angebot.

Die Reduktion von Steuerhinterziehung sei für den Staat die beste Ressource für zusätzliche Staatseinnahmen. Einsparungspotenzial in der EU sieht Aiginger im Bereich Landesverteidigung (28 verschiedene Militärsysteme), Subventionen für fossile Energieträger (50 Mrd. Euro) und Agrar-Direktzahlungen.

Im Bereich Angebotspolitik plädiert der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes für soziale und ökologische Innovationen sowie dafür, die Forschung- und Entwicklungsausgaben auf das EU-2020-Ziel zu bringen. Um die wirtschaftliche Nachfrage anzukurbeln, empfiehlt Aiginger die Steuern auf Arbeit zu senken.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018