OeNB sucht Nachfolger für Nowotny & Co

Wien (APA) - Nach der Neubesetzung des Generalrates der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) per 1. September hat der neue Generalrat unter der Leitung von Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer (ÖVP) am Samstag die Neubesetzung des gesamten vierköpfigen Direktoriums ausgeschrieben. Obwohl die Mandate nicht gleichzeitig enden, erfolgte nun eine gemeinsame Ausschreibung.

Gouverneur Ewald Nowotny etwa wird sein Amt noch bis Ende August 2019 ausüben. Bereits vorher endet die Amtszeit seines Stellvertreters, des Vize-Gouverneurs Andreas Ittner. Sein vorerst letzter Arbeitstag in der OeNB wird wie auch jener von OeNB-Direktor Kurt Pribil der 10. Juli sein. Bereits am 30. April läuft der Vertrag von OeNB-Direktor Peter Mooslechner ab.

Zum neuen Nationalbankpräsidenten und Nachfolger von Claus Raidl wurde von der türkis-blauen Regierung ja überraschend Wirtschaftskammerpräsident Mahrer bestellt, Vize-Präsidentin und Nachfolgerin von Max Kothbauer (SPÖ) wurde die FPÖ-nahe Barbara Kolm, Präsidentin des Friedrich August von Hayek Instituts. Zudem zogen mit dem Finanz- und Immobilienexperten Christoph Traunig und immigon-Generaldirektor und Aufsichtsratschef von Wüstenrot, Stephan Koren, zwei neue Mitglieder in den Generalrat ein.

Eigentlich wurde damit gerechnet, dass der FPÖ-nahe frühere Weltbank-Direktor Robert Holzmann (69) als Nachfolger von Raidl bestellt wird und im Gegenzug eine ÖVP-nahe Persönlichkeit die Nachfolge des früheren SPÖ-Politikers Nowotny antritt. Stattdessen dürfte nun Holzmann sehr gute Chancen haben, neuer Nationalbank-Gouverneur zu werden.

Als Nachfolger von Nowotny wurden seit längerem auch Vize-Gouverneur Andreas Ittner und Wirtschaftsprofessor Gottfried Haber, der neuer Chef des Fiskalrats geworden ist, kolportiert. Auch der frühere ÖVP-Chef Wilhelm Molterer und der Banker Thomas Uher wurden in verschiedenen Medien bereits für Plätze im Direktorium genannt.

Bewerbungen sind laut der Ausschreibung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" bis 5. Dezember möglich. Gefordert ist langjährige Erfahrung im Finanzmarktsektor und im Management. Auch sehr gute Englischkenntnisse werden als Voraussetzung genannt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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