OeNB - Niedriger Ölpreis und Euroabwertung sorgen für Impulse

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das erste Quartal 2015 aufgrund der niedrigen Rohölpreise und des schwachen Eurowechselkurses eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 0,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2014 ergebe sich ein Wachstum von 0,5 Prozent, heißt es im am Dienstag veröffentlichten Konjunkturindikator der Nationalbank.

Anfang Dezember ging die OeNB noch von einem BIP-Wachstum für 2014 von 0,4 Prozent aus.

Nach einem Wachstum von 0,1 Prozent in den beiden ersten Quartalen 2014 (jeweils zum Vorquartal) schrumpfte die österreichische Wirtschaft im dritten Quartal leicht (-0,1 Prozent). Für das vierte Quartal 2014 zeigt sich ein Wachstum um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. "Ein Abgleiten in eine technische Rezession mit einer sinkenden Wirtschaftsleistung in zwei aufeinander folgenden Quartalen zeichnet sich damit nicht ab, ist aber nicht gänzlich auszuschließen", schreibt die OeNB.

Der Wertverlust des Euro führte schon in den ersten zehn Monaten 2014 zu einem deutlichen Plus der Ausfuhren in die USA (+7,9 Prozent) und in das Vereinigte Königreich (+6,7 Prozent). Dieser positive Impuls für die Exportwirtschaft sollte auch in den kommenden Monaten bestehen, erwartet die OeNB.

Auf der anderen Seite traf die schwache Nachfrage in Europa die österreichischen Exporteure. Die Ausfuhren nach Frankreich (-6,1 Prozent), Italien (0,7 Prozent) und Deutschland ( 0,1 Prozent) gingen zurück bzw. stagnierten. Die Russland-Exporte brachen in diesem Zeitraum um 7,7 Prozent ein. Für das Gesamtjahr 2014 ergibt sich dennoch ein Wachstum der nominellen Güterexporte um 0,8 Prozent.

Trotz schwacher Konjunktur blieb die Beschäftigung "erstaunlich robust", räumte die Nationalbank ein. Die Unternehmen beschäftigten im vierten Quartal wieder mehr Personen, gleichzeitig stieg aber auch die Arbeitslosigkeit weiter an. Auch wenn sich der private Konsum 2014 "sehr verhalten" entwickelte, profitieren die Menschen vom starken Rückgang der Erdölpreise. Dieseltreibstoff, Superbenzin und Heizöl verbilligten sich massiv.

Das wirtschaftliche Umfeld verunsichert die Unternehmen aber weiter, was sich in einer sehr zurückhaltenden Investitionstätigkeit bemerkbar macht. Die seit Jahresmitte 2014 langsam anziehende Kreditvergabe an Unternehmen und der wieder steigende Import von Vorleistungsgütern wie Maschinen und Fahrzeuge seien erste Zeichen für eine mögliche Erholung der Investitionstätigkeit. Von der derzeit schrumpfenden Bauwirtschaft gehe kein Konjunkturimpuls aus, meint die OeNB.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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