OeNB zahlt Mitarbeitern Sonderbonus für Hypo-U-Ausschuss-Vorbereitung

Die Nationalbank stellt ihren Mitarbeitern, die mit Vorbereitungsarbeiten für den Hypo-U-Ausschuss beschäftigt waren, eine Sonderzahlung in Aussicht. Fünf Prozent eines für 2015 beschlossenen Bonus-Topfes seien für "Sonderprämien im Rahmen von Spezialthemen" reserviert, worunter auch Vorbereitungen für den U-Ausschuss fallen, berichtet "Der Standard" (Mittwochausgabe).

Es gebe auch Boni für Mitarbeiter, "die sich darum verdient gemacht haben, die Arbeit des parlamentarischen Untersuchungsausschusses bestmöglich zu unterstützen", so der OeNB-Sprecher zur Zeitung. Sowohl Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny als auch der für die Bankenaufsicht zuständige Direktor Andreas Ittner und etliche andere Notenbanker haben bereits vor dem Hypo-U-Auschuss ausgesagt.

Mit den Sonderboni werden "außerordentliche Leistungen einzelner Mitarbeiter honoriert". Weitere Sonderzahlungen für das Jahr 2015 sollen demnach auch OeNB-Mitarbeiter erhalten, die mit Spezialthemen wie der Novelle für das Scheidemünzengesetz oder mit Stabilisierungsmaßnahmen für den Euroraum - etwa Griechenland - beschäftigt waren. Die Beträge reichen von 1.000 bis maximal 6.000 Euro.

Zum ersten Mal ausbezahlt wurden solche Sonderboni für das Jahr 2014. Damals zahlte die OeNB rund hundert "High-Performern" eine Prämie zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Wer wie viel wofür bekommt, wird intern wie extern nicht kommuniziert. Die restlichen rund 1.100 Notenbanker bekommen ihren üblichen, vom Geschäftserfolg der OeNB abhängigen Bonus: rund ein halbes Monatsgehalt, das zu den 15 Gehältern dazukommt.

Heuer gehen die Sonderboni für Spezialthemen offenbar nicht mehr auf Kosten der "normalen" OeNB-Mitarbeiter, so die Zeitung. Das Direktorium habe das Budget, das den Abteilungen zusteht, um eine einmalige Sonderprämie von einer Million ergänzt.

Weiters berichtet die Zeitung, dass die Nationalbank-eigene Gelddruckerei OeBS als Folge des Schmiergeldskandals vom Finanzamt zur Nachzahlung von rund 3,5 Mio. Euro verdonnert wurde. Die OeBS hat auch bezahlt, aber den Bescheid angefochten. Zudem laufe am Straflandesgericht Wien ein Verfahren wegen Abgabenverkürzung, in dem unter anderem die OeBS gemäß Verbandsverantwortlichkeitsgesetz beschuldigt sei.

Gießhübl/Wiener Neustadt (APA) - Die Food4you gmbh aus Gießhübl/NÖ, Betreiber der Restaurantkette Schnitzelhaus, hat nach Angaben der Gläubigerschutzverbände Creditreform und AKV vom Montag am Landesgericht Wiener Neustadt den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Von der Insolvenz sind bis zu 150 Gläubiger und 44 Arbeitnehmer betroffen. Die Passiva betragen etwa 3,5 Mio. Euro.
 

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Schnitzelhaus-Betreiber hat Konkursverfahren beantragt

Wien (APA/sda) - Die MTH-Gruppe des Industriellen und früheren ÖVP-Obmanns Josef Taus ist auf Expansionskurs und steigt nun auch in den Schweizer Markt ein: Die MTH Retail Group hat heute, Montag, die Schweizer Office-World-Gruppe (OWiba AG) von Migros gekauft, teilte das Unternehmen mit. MTH Retail übernimmt demnach 100 Prozent der Anteile, sämtliche Mitarbeitender sowie die Verkaufsstellen von Office World.
 

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Taus-Gruppe MTH expandiert in die Schweiz

Wien (APA) - Österreichs Wirtschaft ist nach einem starken ersten Halbjahr auch im September gewachsen. Der Konjunkturindikator der Bank Austria stieg auf 3,8 Punkte, den höchsten Wert seit zehn Jahren. Im August waren es noch 3,4 Punkte. In den kommenden Monaten soll es weiter bergaufgehen. Der Wirtschaftsboom macht sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar.
 

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Wirtschaft boomt - Bank-Austria-Indikator steigt auf Zehn-Jahreshoch