OeNB - Heuer sinkt Teuerung noch weiter, steigt 2017 aber deutlich an

Wien - Die Inflation in Österreich wird heuer wegen des niedrigen Ölpreises noch weiter zurückgehen, 2017 aber spürbar klettern. Grund für den Anstieg ist der ab August erwartete sogenannte "Basiseffekt", wonach billiges Öl nach zwölf Monaten nicht mehr die Teuerung dämpft. Heuer rechnet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit 0,9 Prozent HVPI-Inflationsrate in Österreich, für 2017 mit 1,7 Prozent.

Für 2017 ist laut OeNB mit einem moderat inflationsbeschleunigenden Effekt der Rohstoffpreise für Energie und Nahrungsmittel zu rechnen. Zudem werde die Mehrwertsteuererhöhung im Rahmen der Steuerreform die Gesamtinflation 2016 und 2017 kumuliert um 0,2 Prozentpunkte erhöhen, erklärte die Notenbank am Dienstag in einer Aussendung. Die Kerninflation (ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel) dürfte ihren Angaben zufolge von heuer 1,9 Prozent auf 1,7 Prozent 2017 zurückgehen.

Insgesamt liege die heimische Teuerungsrate weiter über dem Euroraum-Durchschnitt sowie über die Inflationsrate des wichtigsten Handelspartners Deutschland, so die OeNB. Ausschlaggebend dafür sei die Teuerungsrate von Dienstleistungen. Hier wirkten sich vor allem der höhere Inflationsbeitrag des öffentlichen Sektors sowie die in Österreich überdurchschnittliche Lohnstückkostenentwicklung aus.

Das Deflationsrisiko bleibe trotz der zuletzt rückläufigen Inflationsrate für Österreich gering, so die OeNB. Der Anteil der Waren und Dienstleistungen mit negativen Jahresinflationsraten sei im Warenkorb des für die Eurozone errechneten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs in den letzten Monaten nämlich nicht weiter angestiegen und befinde sich unter den 2009/10 registrierten Höchstständen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

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Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

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AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

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Pierer stockt bei KTM Industries auf