OeNB: Haushalte und Firmen in Österreich nur moderat verschuldet

Österreichs Haushalte und Unternehmen sind im internationalen Vergleich "relativ moderat" verschuldet. Die privaten Haushalte zählen sogar zu den am geringsten verschuldeten. Ihre Verschuldung belief sich 2014 auf 50,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Die Verschuldung der privaten Unternehmen machte 111,5 Prozent des BIP aus, geht aus dem Finanzmarktstabilitätsbericht hervor.

Die Verschuldung des Unternehmenssektors liege deutlich unter jener im Euroraum, sagte Doris Ritzberger-Grünwald, Leiterin der Hauptabteilung Volkswirtschaft der Nationalbank, am Mittwoch in Wien. Während die Verschuldung im Euroraum bei über 500 Prozent des Bruttobetriebsüberschusses liegt, macht sie in Österreich nur gut 400 Prozent aus. Vergleichsweise niedrig ist auch der Zinsaufwand. Dieser liegt bei etwa 4 Prozent des Bruttobetriebsüberschusses, im Euroraum bei über 6 Prozent. Das spreche für die relativ gute Kreditqualität der österreichischen Unternehmen, so Ritzberger-Grünwald.

Zugleich profitierten die heimischen Unternehmen davon, dass fast 95 Prozent der neu vergebenen Kredite variabel verzinst sind. Dadurch sei das niedrige Zinsumfeld relativ rasch bei den österreichischen Kreditnehmern angekommen. Österreichs Unternehmen würden im aktuellen finanziellen Umfeld recht positiv agieren. Das zeige sich auch an den seit 2010 rückläufigen Insolvenzzahlen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro