OeNB: Austro-Banken haben 300 Mrd. Euro Kredite im Ausland vergeben

Wien (APA) - Die starke Präsenz der österreichischen Banken in Zentral-, Ost- und Südosteuropa spiegelt sich auch in den in diesen Ländern vergebenen Krediten wieder. Per Ende Juni beliefen sich die Auslandsforderungen der Austro-Institute mit ihren Auslandstöchtern auf 298,5 Mrd. Euro, 68,2 Prozent bzw. 203,7 Mrd. Euro davon entfielen alleine auf diese Region, teilte die Nationalbank am Mittwoch mit.

Zu den größten Kreditnehmerländern zählen Tschechien, die Slowakei und Deutschland. Die Forderungen gegenüber Tschechien lagen bei 22,2 Prozent bzw. 66,2 Mrd. Euro unangefochten an erster Stelle. Mit großem Abstand folgten danach fast gleichauf die Slowakei mit 10,0 Prozent und Deutschland mit 9,7 Prozent. Zu weiteren wichtigen Märkten für Österreichs Banken zählen Rumänien (8,1 Prozent), Kroatien (5,8 Prozent), Polen (5,5 Prozent) und Ungarn (5,2 Prozent). Dahinter reihten sich die Forderungen gegenüber Russland und der Schweiz mit einem Anteil von jeweils 3,3 Prozent ein.

Erstmals liegen nun auch Daten über die Verteilung der Gelder nach volkswirtschaftlichen Sektoren vor. Demnach handelt es sich beim größten Teil der ausländischen Forderungen um Firmenkredite (30,9 Prozent bzw. 92,1 Mrd. Euro und Kredite an den Sektor Staat und Zentralbanken (30,0 Prozent/89,4 Mrd. Euro). Auf private Haushalte entfallen 22,8 Prozent bzw. 68,2 Mrd. Euro der Forderungen, auf das internationale Interbankengeschäft (inklusive finanzieller Unternehmen) 16,3 Prozent bzw. 48,7 Mrd. Euro. Insgesamt wurden 183,3 Mrd. Euro von Töchtern österreichischer Banken im Ausland gegenüber deren jeweiligen Sitzländern gehalten.

Mit einem Anteil der Auslandsforderungen von 84 Prozent am BIP lag Österreich im europäischen Mittelfeld. So fiel dieser Anteil beispielsweise in Spanien (125 Prozent) und Frankreich (111 Prozent) höher als in Österreich aus. Deutschland (63 Prozent) und Italien (41 Prozent) weisen hingegen geringere Werte aus, so die Nationalbank.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne