Ölpreisverfall: BHP Billiton baut US-Frackinganlagen massiv ab

Melbourne (APA/dpa) - Der australisch-britische Bergbaukonzern BHP Billiton reagiert mit drastischen Maßnahmen auf den Ölpreisverfall. Das Unternehmen will die Bohranlagen, die es auf dem US-Festland betreibt, bis Ende Juli von 26 auf 16 Anlagen abbauen, teilte es am Mittwoch (Ortszeit) mit. "Wir haben als Antwort auf die niedrigeren Preise schnell gehandelt", sagte BHP-Chef Andrew Mackenzie.

Der Ölpreis hat sich seit Sommer mehr als halbiert. Einer der Hauptgründe dafür ist die starke Ausweitung der US-Produktion durch die ökonomisch umstrittene Fördermethode Fracking, bei der tief lagerndes Schiefergas und -öl mit Chemikalien gelöst wird. Wegen der sinkenden Ölpreise wird dieses Geschäft für die Förderindustrie jedoch immer weniger lukrativ. Deshalb kappen viele Unternehmen ihre Investitionen und streichen Arbeitsplätze.

Die Mitteilung von BHP Billiton folgte auf eine Ankündigung des großen amerikanischen Öldienstleisters Baker Hughes, 7.000 Stellen zu kürzen. Das Unternehmen, das in diesem Jahr mit dem Wettbewerber Halliburton fusionieren will, geht davon aus, dass die US-Frackingindustrie deutlich schrumpfen wird. Erst am Freitag hatte Schlumberger, die größte Ölservicefirma in den USA, den Abbau von 9.000 Jobs angekündigt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro