Ölpreise nach gestiegenen US-Rohöllagerbeständen auf Talfahrt

New York/London/Wien (APA/dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gesunken. Bereits am Vortag hatten sie aufgrund überraschend hoher US-Rohöllagerbestände deutlich nachgegeben. Donnerstag früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 46,90 US-Dollar (42,5 Euro). Das waren um 26 Cent weniger als am Mittwoch.

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 24 Cent und lag bei 40,56 Dollar.

Am Vortag waren die Preise deutlich gesunken, nachdem bekannt wurde, dass die US-Ölreserven in der vergangenen Woche überraschend um 2,6 Millionen auf 456,2 Millionen Barrel gestiegen waren. Volkswirte hatten einen Rückgang erwartet. "Mit einem überraschenden Anstieg der Lagerbestände und ausbleibender Anzeichen irgendeiner Dämpfung des Angebots setzt sich der Abwärtsdruck fort", sagte Michael McCarthy, Chefstratege bei CMC Markets in Sydney.

Die Ölpreise befinden sich bereits seit Anfang Juli mehr oder weniger stark auf Talfahrt. Ursache ist ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt. Vor allem die hohen Fördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und die Schieferölproduktion in den USA sorgen für die Ölschwemme.

Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

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