Ölpreise fallen - Trump dringt auf Förderausweitung

Singapur/Frankfurt (APA/dpa) - Die Ölpreise sind am Montag mit Verlusten in die neue Handelswoche gegangen. Händler nannten abermalige Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den Rohölpreisen als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete in der Früh 78,29 US-Dollar (67,16 Euro). Das waren um 94 Cent weniger als am Freitag.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 75 Cent auf 73,40 Dollar.

Damit hat sich der US-Ölpreis etwas von seinem am Freitag erreichten Dreieinhalbjahreshoch entfernt. Als Auslöser wurde eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump über den Nachrichtendienst Twitter genannt. Trump hatte dort berichtet, der saudische König Salman habe ihm zugesagt, die Erdölförderung hochzufahren. Trump sprach von etwa zwei Millionen Barrel, was selbst für den Ölriesen Saudi-Arabien eine erhebliche Ausweitung wäre. Das Weiße Haus äußerte sich später differenzierter und nannte keine konkrete Zahl.

Hintergrund von Trumps Bemühungen sind die aus seiner Sicht zu hohen Ölpreise. Trump hat dafür mehrfach das von Saudi-Arabien angeführte Ölkartell OPEC verantwortlich gemacht. Fachleute weisen dagegen auch auf Angebotsengpässe in vielen wichtigen Förderländern hin und sehen zudem eine Mitverantwortung Trumps. So habe Trump mit der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran und neuen Sanktionen gegen das ölreiche Land selbst hohe Angebotsrisiken geschaffen.

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