Ölpreis gestiegen auf 75 Dollar - Trump kritisiert OPEC

Jeddah/Washington (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat die OPEC für den Anstieg der Ölpreise kritisiert. Der Preis werde künstlich hochgetrieben, twitterte Trump am Freitag. "Das ist nicht gut und wird nicht akzeptiert!" Der OPEC warf er vor, "Spielchen" zu spielen.

Öl hatte sich zuletzt deutlich verteuert. Grund ist unter anderem die Einigung der Organisation der erdölexportierenden Staaten (OPEC) und anderer Ölproduzenten wie Russland, die Förderung zurückzufahren. Damit wollen sie den Ölmarkt stabilisieren und dem Preisverfall, der Mitte 2014 einsetzte, entgegenzuwirken. Am Donnerstag musste für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit knapp 75 Dollar (rund 60 Euro) so viel bezahlt werden wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Am Freitag gab der Preis etwas nach und rutschte nach Trumps Tweet noch etwas weiter auf 73,27 Dollar ab.

OPEC-Generalsekretär Mohammad Barkindo verteidigte die Förderbremse. Sie habe die Branche vor dem Zusammenbruch gerettet, sagte er in Reaktion auf den Tweet. Man sei auf dem besten Weg, die Lage zu stabilisieren. Das sei im Interesse der Ölproduzenten, der Verbraucher und der Weltwirtschaft.

Nach Einschätzung von Saudi-Arabien hat die Förderbremse die Erholung am Ölmarkt aber noch nicht stark genug vorangetrieben. Die weltweiten Ölvorräte seien zwar gefallen und lägen mit 2,8 Milliarden Barrel deutlich unter ihren Spitzenwert von 3,12 Milliarden im Vorjahr, sagte Energieminister Khalid al-Falih bei einem Treffen von Mitgliedern der OPEC und anderen Ölstaaten in Dschidda. Es müsse aber noch mehr getan werden, um die Bestände zu drücken. "Wir müssen geduldig sein", sagte er. Russland indes kann sich eine Lockerung der Ölförderbremse vorstellen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ölminister Alexander Nowak. Im Juni wird die OPEC erneut über den Erfolg der Maßnahmen beraten.

Energieminister Al-Falih sagte zwar, Saudi-Arabien habe kein Ziel beim Ölpreis. Vielmehr gelte es, starke Preisschwankungen zu vermeiden. Von Insidern hieß es aber zuletzt, der weltgrößte Ölexporteure sei mit einem Ölpreis von 80 bis 100 Dollar je Fass zufrieden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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