Ölförderung in Österreich 2014 leicht gestiegen - Rückgang bei Erdgas

In Österreich ist die Erdölförderung voriges Jahr leicht angestiegen, dafür hat sich die heimische Erdgasförderung um rund ein Zehntel verringert, vor allem bei der OMV. Die gesamte Ölgewinnung erhöhte sich um 3,0 Prozent auf 944.826 Tonnen, die Naturgasförderung sank um 9,1 Prozent auf 1,235 Mrd. m3, wie die Geologische Bundesanstalt am Dienstag bekanntgab.

86 Prozent der Ölförderung in Österreich bestreitet die OMV, den Rest die EVN-Tochter Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG). Bei Erdgas stammen 81 Prozent von der OMV und 19 Prozent von der RAG.

Bei Erdöl (inkl. Flüssiggas/NGL) erhöhte sich die heimische OMV-Produktion 2014 lediglich um 1,1 Prozent auf 809.504 t, bei der RAG legte sie um 15,6 Prozent auf 135.322 t zu. Bei Erdgas schrumpfte das OMV-Volumen um 10,9 Prozent auf 998,3 Mio. m3, während die Menge der RAG mit -0,4 Prozent bei 236,5 Mio. m3 stagnierte.

Bei Neuaufschluss- und Erweiterungsbohrungen haben OMV und RAG im Vorjahr in Österreich fünf wirtschaftliche Neufunde bei Erdöl getätigt und bei Produktionsbohrungen acht Mal Öl und einmal Gas gefunden, teilte die Bundesanstalt zur Erdöl- und Erdgasstatistik 2014 weiter mit.

Weltweit wurden voriges Jahr zirka 76,3 Mio. Fass/Tag (oder 3,8 Mrd. t) Erdöl inkl. Kondensate erzielt, wird auf das "Oil & Gas Journal" von Ende 2014 verwiesen. Die Welt-Ölförderung stieg somit um 1,8 Prozent auf den bisher höchsten Wert aller Zeiten.

Dabei wurde in den OPEC-Ländern der genannten Quelle zufolge ein Förderrückgang um 0,2 Prozent auf 30,6 Mio. Barrel pro Tag (bzw. 40,1 Prozent der globalen Förderung) verzeichnet, während die Öl-Ausbringung der Nicht-OPEC-Staaten um 3,1 Prozent auf 45,7 Mio. Fass täglich (oder 59,9 Prozent Weltanteil) stieg. Die in der BP Statistical Review of World Energy Mitte des Folgejahres publizierten Produktionszahlen liegen üblicherweise um bis zu 10 Prozent darüber, Statistiken der OPEC setzen die Welt-Ölproduktion noch höher an, so die Bundesanstalt.

Per Ende 2014 galten weltweit Ölvorräte für 62 Jahre (inkl. Ölsande und Schweröle) als "sicher" und "wahrscheinlich", bei Gas für 59 Jahre. Die "geschätzten zusätzlichen Ressourcen" gehen noch weit darüber hinaus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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