Ölförderlizenzen in der Arktis - Greenpeace zieht vor Höchstgericht

Oslo (APA) - Im Rechtsstreit zwischen Umweltschützern und der norwegischen Regierung um die Vergabe neuer Ölförderlizenzen in der Arktis gehen Greenpeace Nordic und Nature & Youth nun vor das Höchstgericht. Die beiden Organisationen haben am Montag nach eigenen Angaben Berufung gegen ein Gerichtsurteil eingelegt.

Die Vergabe neuer Förderlizenzen in der Arktis widerspricht nach Meinung der Umweltschützer der norwegischen Verfassung. Norwegen garantiert Greenpeace zufolge im Paragraf 112 seiner Verfassung eine gesunde und sichere Umwelt für die kommenden Generationen. Im Jänner 2018 erkannte das Gericht in Oslo diesen Paragrafen zwar an, urteilte jedoch, dass die Vergabe neuer Ölförderlizenzen in der Arktis die Verfassung nicht verletze.

Bei der Berufung argumentierten die Umweltschutzorganisationen, dass die Beweiswürdigung im ersten Gerichtsverfahren mangelhaft und die Auslegung des Gesetzes falsch gewesen seien. "Bereits jetzt schädigen die Treibhausgase in der Atmosphäre die Umwelt und gefährden kommende Generationen. Mit der Erschließung neuer Gebiete für Ölbohrungen befeuert Norwegen den Klimawandel und verletzt somit klar seine eigene Verfassung", erläuterte Lukas Meus, Arktis-Sprecher von Greenpeace in Österreich, den Standpunkt seiner Organisation.

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