Ökonomen erhöhen deutsche BIP-Prognose - Kreise

Berlin - Die führenden Wirtschaftsforscher blicken deutlich optimistischer auf die Konjunktur in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2015 nach der neuen Prognose um 2,1 Prozent zulegen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von mehreren Personen, die mit den Daten des Frühjahrsgutachtens vertraut sind. Bisher hatten die Ökonomen für heuer nur ein Plus von 1,2 Prozent veranschlagt.

Für 2016 sagen sie nun ein Wachstum von rund 1,8 Prozent voraus. Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute für die Berliner Regierung soll am Donnerstag veröffentlicht werden.

Zuletzt hatten auch andere Fachleute ihre Prognosen für Deutschland erhöht. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr mit einem Anziehen der Konjunktur von 1,6 Prozent, nach bisher erwarteten 1,3 Prozent. Die Experten der Institute begründen ihre Zuversicht vor allem mit den positiven Auswirkungen des niedrigen Eurokurses. Zudem stärkten die günstigen Energiepreise die Kaufkraft der Verbraucher, sagte einer der Insider. "Auch die Beschäftigung ist deutlich im Plus." Zudem sei der Einzelhandel im Jänner und Februar mit Umsatzzuwächsen vielversprechend ins Jahr gestartet.

Das Frühjahrsgutachten erstellen vier Konsortien von Wirtschaftsforschungsinstituten. Dazu gehören das Berliner DIW, das Münchner Ifo-Institut, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen und das IWH aus Halle. Die Expertise dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre eigene Konjunkturprognose, die das Wirtschaftsministerium am 22. April vorlegen will.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma