Ökonom: Deutscher Staatskredit an Air Berlin war "nicht akzeptabel"

Berlin/Schwechat/Frankfurt (APA/dpa) - Ifo-Chef Clemens Fuest hat mögliche negative Folgen der Insolvenz der Air Berlin-Tochter Niki für den Steuerzahler kritisiert. "Es kann wirklich dazu kommen, dass Geld des Steuerzahlers verloren geht. Das ist nicht akzeptabel", sagte Fuest am Donnerstag in Berlin.

Die deutsche Regierung hatte Air Berlin nach der Insolvenz im August einen Überbrückungskredit von 150 Mio. Euro gewährt. Sonst hätte eine sofortige Einstellung des Flugbetriebs gedroht. In Österreich überlegt die Noch-Bundesregierung unter Umständen, eine Zwischenfinanzierung für Niki zu gewähren.

Nach dem Aus für Niki kann der Kredit möglicherweise nur zum Teil zurückgezahlt werden. Sollte sich kein neuer Käufer für Niki finden, könnte es bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag bleiben, für den größeren Rest müsste der Steuerzahler aufkommen, da der Staat gebürgt hat.

Fuest sagte, es sei nicht Aufgabe des Staats, insolventen Unternehmen einen Kredit zu geben. "Das kann leicht schiefgehen." Um Reisende in solchen Fällen aus dem Ausland zurückzuholen, müssten Luftverkehrsunternehmen verpflichtet werden, in Form einer Versicherung für Insolvenzen vorzusorgen: "Natürlich war es gerade vor den Wahlen populär, etwas zu tun und einzugreifen. Das ist aber nicht die Aufgabe des Steuerzahlers."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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