OeKB-Versicherung: Ausfälle für Exporteure in Russland besonders hoch

Kasachstan und Spanien lassen österreichische Lieferanten vermehrt auf ihr Geld warten.

Wien. Aufpassen heißt es für österreichische Exporteure bei Abnehmern in Russland und Venezuela, die die Spitze der höchsten Zahlungsverzüge anführen. Kasachstan und Spanien lassen auch auf ihr Geld warten. In der am Dienstag veröffentlichten Statistik der OeKB-Versicherung wurden die Werte der Exportländer des vierten Quartals mit den Zahlen des dritten Quartals 2015 verglichen.

Laut OeKB-Versicherung geht bei drei Viertel der Schadensfälle ein Zahlungsverzug voraus, das restliche Viertel resultiere aus der Insolvenz von Abnehmern. "Wenn unsere Versicherungsnehmer steigende Verzüge melden, dann ist das für uns ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung des Landes. Denn genau in diesen Ländern werden erfahrungsgemäß auch die Schäden steigen, " so der Vorstand der OeKB-Versicherung Karolina Offterdinger.

Bei Kasachstan leiden die Abnehmer unter den sinkenden Rohstoffpreisen. Kasachstan ist abhängig vom Erdöl-und Uranverkauf. Durch die schwache Nachfrage gingen die Einnahmen zurück. "Unsere österreichischen Exporteure bekommen das durch die steigenden Zahlungsverzüge jetzt leider auch zu spüren", erklärt Offterdinger.

Spanien verzeichnet zwar auch Zahlungsverzüge, dennoch sieht der Kreditversicherer keine außergewöhnliche Zahlungsproblematik. "Spanien hat erfolgreich seine Wirtschaft angekurbelt. Mit der notwendigen Vorsicht sehen wir hier gute Chancen für Österreichs Exporteure", so Offterdinger.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte