ÖIAG-neu - Brezinschek hätte gerne mehr Firmen unter einem Hut

Wien - Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek vermisst einen großen Wurf in der Reform der Staatsholding ÖIAG. Er findet es "schade, dass nicht alle Staatsbeteiligungen unter einen Hut wandern", wie er auf APA-Anfrage am Dienstag erklärte. "Im Prinzip sollte ein Staat, der schon einen ausgeprägten öffentlichen Sektor hat, an Privatisierungen denken."

"Die Korruptionsfälle der vergangenen Jahre und das Hypo-Debakel sprechen gegen eine zu starke Verquickung von Politik und operativen Unternehmen", sagt Brezinschek. Etwa zeige der erfolgreiche Weg ehemals staatlicher Firmen wie der voestalpine oder der AMAG den Vorteil einer Emanzipation von der Politik für Wachstum und Beschäftigung.

Ein Anteil von 25 Prozent sollte bei jenen Firmen, an denen die Republik beteiligt ist, aber nicht unterschritten werden, so der Fachmann. Die Kontrollrechte sollten von der Öffentlichen Hand sehr wohl genutzt werden - ins operative Geschäft sollte man aber nicht eingreifen.

Am Dienstag sollte im Ministerrat eine Punktation abgesegnet werden, die die ÖIAG in eine GesmbH namens ÖBIB (Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungsholding) wandeln soll. Diese hat keinen Aufsichtsrat mehr sondern ein Nominierungskomitee, das praktisch politisch besetzt wird. Der Geschäftsführer (Generalsekretär) wird weisungsgebunden. Die ÖBIB ressortiert zum Finanzminister.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte