Öffnung des slowenischen Sportwettenmarktes vorerst aufgehalten

Ljubljana (APA) - In Slowenien kann die Öffnung des Sportwettenmarktes für ausländische Anbieter noch nicht in Kraft treten. Die zweite Parlamentskammer, der Staatsrat, hat am Dienstag ein Veto gegen die jüngst verabschiedete Novelle des Glücksspielgesetzes eingereicht. Das Parlament wird über die Gesetzesänderungen noch ein zweites Mal abstimmen müssen.

Mit der Gesetzesnovelle, die vergangene Woche verabschiedet wurde, sollte ein bestehendes Monopol abgeschafft werden. Die Staatsräte befürchten jedoch negative Auswirkungen auf die Finanzierung von Sportverbänden, gemeinnützigen Organisationen und Invalidenorganisationen, die aus den Lotto-Geldern gefördert werden.

Umgekehrt behauptet der Abgeordnete der Regierungspartei SMC, Branko Zorman, der die Liberalisierung vorgeschlagen hat, dass durch das Monopol bisher mehrere Millionen Euro an Konzessionseinnahmen verloren gingen. Mehrere Anbieter würden auch mehr zweckgebundene Konzessionsabgaben generieren, betonte er.

Bisher durfte in Slowenien nur das Privatunternehmen Sportna loterija die Sportwetten veranstalten. Ein Großteil von slowenischen Spielern - nach Einschätzung rund 85 Prozent - spielt jedoch bei den ausländischen Online-Anbietern. Mit der Öffnung des Marktes würden die in der EU ansässigen Sportwettenanbieter in Slowenien Lizenzen erhalten können.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen