Öffnung des slowenischen Sportwettenmarktes vorerst aufgehalten

Ljubljana (APA) - In Slowenien kann die Öffnung des Sportwettenmarktes für ausländische Anbieter noch nicht in Kraft treten. Die zweite Parlamentskammer, der Staatsrat, hat am Dienstag ein Veto gegen die jüngst verabschiedete Novelle des Glücksspielgesetzes eingereicht. Das Parlament wird über die Gesetzesänderungen noch ein zweites Mal abstimmen müssen.

Mit der Gesetzesnovelle, die vergangene Woche verabschiedet wurde, sollte ein bestehendes Monopol abgeschafft werden. Die Staatsräte befürchten jedoch negative Auswirkungen auf die Finanzierung von Sportverbänden, gemeinnützigen Organisationen und Invalidenorganisationen, die aus den Lotto-Geldern gefördert werden.

Umgekehrt behauptet der Abgeordnete der Regierungspartei SMC, Branko Zorman, der die Liberalisierung vorgeschlagen hat, dass durch das Monopol bisher mehrere Millionen Euro an Konzessionseinnahmen verloren gingen. Mehrere Anbieter würden auch mehr zweckgebundene Konzessionsabgaben generieren, betonte er.

Bisher durfte in Slowenien nur das Privatunternehmen Sportna loterija die Sportwetten veranstalten. Ein Großteil von slowenischen Spielern - nach Einschätzung rund 85 Prozent - spielt jedoch bei den ausländischen Online-Anbietern. Mit der Öffnung des Marktes würden die in der EU ansässigen Sportwettenanbieter in Slowenien Lizenzen erhalten können.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder