Öffentliche Schulden in Eurozone stiegen 2014 auf 91,9 Prozent

Die Schuldenquote ist in Griechenland, Italien und Portugal am höchsten. In Österreich liegt die Quote bei 84,5 Prozent.

Luxemburg/Brüssel/Wien. Die Verschuldung der Eurozone ist 2014 auf 91,9 Prozent gestiegen. 2013 waren es noch 90,9 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte, gingen die Defizite im Euroraum im Vorjahr im Durchschnitt auf 2,4 Prozent zurück. Österreichs Defizit erhöhte sich wegen des Hypo-Desasters ebenfalls auf 2,4 Prozent, die Verschuldung stieg 2014 auf 84,5 Prozent (2013: 80,9 Prozent).

Das öffentliche Defizit verringerte sich in absoluten Zahlen sowohl im Euroraum als auch in der EU im Vergleich zum Vorjahr. 2013 betrug das öffentliche Defizit in der Währungsunion noch 2,9 Prozent. In der EU ging das Defizit im selben Zeitraum von 3,2 Prozent auf 2,9 Prozent zurück. In der gesamten EU stieg der Schuldenstand von 85,5 Prozent im Jahr 2013 auf 86,8 Prozent im Jahr 2014.

16 EU-Staaten, darunter Österreich, verzeichneten 2014 eine Schuldenquote von über 60 Prozent, dem nach den Maastricht-Kriterien zulässigen Schwellenwert. Am höchsten ist die öffentliche Verschuldung in Griechenland (177,1 Prozent), Italien (132,1 Prozent), Portugal (130,2 Prozent), Irland (109,7 Prozent), Zypern (107,5 Prozent) und Belgien (106,5 Prozent). Die niedrigsten Schuldenquoten hatten 2014 Estland (10,6 Prozent), Luxemburg (23,6 Prozent), Bulgarien (27,6 Prozent), Rumänien (39,8 Prozent) und Lettland (40,0 Prozent).

Nur Dänemark (+1,2 Prozent), Deutschland (+0,7 Prozent), Estland und Luxemburg (je +0,6 Prozent) verzeichneten 2014 einen öffentlichen Budgetüberschuss. Die niedrigsten Defizite verzeichneten Litauen (0,7 Prozent), Lettland (1,4 Prozent) und Rumänien (1,5 Prozent). Zwölf EU-Staaten wiesen ein Defizit von mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung - der zulässigen Maastricht-Obergrenze - auf. Das höchste Defizit hatte Zypern (8,8 Prozent), gefolgt von Spanien (5,8 Prozent), Kroatien und Großbritannien (je 5,7 Prozent), Slowenien (4,9 Prozent), Portugal (4,5 Prozent), Irland (4,1 Prozent), Frankreich (4,0 Prozent), Griechenland (3,5 Prozent) sowie Belgien, Polen und Finnland (je 3,2 Prozent).

Die Staatsausgaben verringerten sich in der Eurozone geringfügig gegenüber 2013 von 49,4 auf 49,0 Prozent. In der gesamten EU gingen sie im selben Zeitraum von 48,6 auf 48,1 Prozent zurück. In Österreich stiegen die Ausgaben des Staates von 50,9 Prozent im Jahr 2013 auf 52,3 Prozent 2014 an.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma