OECD senkt Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft

Berlin (APA/Reuters) - Die Industriestaaten-Organisation OECD senkt ihre Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte sowohl heuer als auch im kommenden Jahr um 2,1 Prozent zulegen, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch voraussagte. Im März war sie noch von 2,4 beziehungsweise 2,2 Prozent ausgegangen.

Die OECD warnte zugleich vor Risiken für den Exporteuropameister. "Der zunehmende Handels- und Investitionsprotektionismus könnte den Welthandel beeinträchtigen und die globalen Wertschöpfungsketten unterbrechen, die für den Erfolg der deutschen Exporte entscheidend sind", erklärte sie. "Dies könnte sich belastend auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung auswirken."

Den Projektionen zufolge werde die Konjunktur aber wegen des robusten Welthandels, der Investitionen und des boomenden Arbeitsmarkts "solide" bleiben. Der Konsum dürfte zwar langsamer zulegen, da die höhere Inflation an den Reallöhnen nage. "Die niedrigen Zinssätze, die hohe Kapazitätsauslastung und die zunehmende Nachfrage nach Wohnimmobilien stützen aber eine kräftige Entwicklung der Wohnungsbau- und Unternehmensinvestitionen."

Der im Ausland viel kritisierte deutsche Überschuss in der Handelsbilanz dürfte leicht sinken, bleibe 2019 aber mit 7,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes noch immer klar über dem von der EU-Kommission vorgesehenen Höchstwert von sechs Prozent.

Die Organisation sieht Spielraum für die Regierung, stärker in Bildung, Breitbandnetze und eine emissionsärmere Verkehrsinfrastruktur zu investieren. Dies verbessere langfristig die Produktivität. "Steuersenkungen für Gering- und Zweitverdiener würden zusammen mit höheren Umwelt- und Immobiliensteuern ein umweltverträglicheres und inklusiveres Wachstum fördern", betonte die OECD.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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