OECD warnt vor Insolvenz von Versicherern

Die anhaltend niedrigen Zinsen bergen nach Ansicht der OECD für Rentenfonds und Versicherer längerfristig große Risiken. Renten- und Lebensversicherer könnten die Renditeversprechen aus Zeiten mit hohen Zinsen nur dann einhalten, wenn sie auf ertragsstarke Anlagen auswichen, erklärte die Industriestaaten-Gruppe am Mittwoch. "Damit verbunden sind höhere Risiken bis hin zur Insolvenz einzelner Unternehmen", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu ihrem "Unternehmens- und Finanzausblick" mit. Weltweit müsse man die Mittel in die "produktivsten Investitionen stecken", ohne sich auf allzu große Gefahren einzulassen, mahnte OECD-Generalsekretär Angel Gurria bei der Vorlage des Berichts.


Die deutsche Versicherungsbranche reagierte prompt und betonte, sie habe Konsequenzen aus den niedrigen Zinsen gezogen und Geschäftsmodelle sowie Kapitalanlagestrategien angepasst. So investierten die Firmen etwa verstärkt in sichere Anleihen mit längeren Laufzeiten und höherer Verzinsung, sagte ein Sprecher
des Lobbyverbands GDV. "Die Unternehmen gehen aber keinesfalls unangemessen hohe Risiken ein, um langfristige Garantiezusagen erfüllen zu können."

Die OECD sieht auch eine Gefahr darin, dass Unternehmen ihren Aktionären Auszahlungen durch Dividenden und Aktienrückkäufe zukommen lassen, um kurzfristig die Rendite zu steigern. Das führe dazu, dass das Kapital nicht reinvestiert werde. Dieser Trend sei schädlich für innovationsfördernde Investitionen und für das Produktivitätswachstum. Die OECD zeigte sich zudem besorgt über "die größere Hebelung und die risikoreichere Investition in hochverzinsliche und komplexe Finanzprodukte".

Bis 2019 werden Rentenfonds in der OECD dem Bericht zufolge um gut ein Viertel wachsen - von 28,4 Billionen Dollar im Vorjahr auf 35,8 Billionen Dollar (rund 31,8 Billionen Euro). Das Kapital von Versicherungsgesellschaften steige um ein Drittel auf 37,7 Billionen Dollar.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia