OECD - EZB erhält Rückendeckung für Kauf von Staatsanleihen

Berlin - EZB-Präsident Mario Draghi erhält für den erwogenen Kauf von Staatsanleihen Deckung von der Industriestaaten-Organisation OECD. "Insgesamt tritt der Euroraum auf der Stelle und ist zu einem großen Risiko für das weltweite Wachstum geworden, da die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau verharrt und die Inflation weiterhin deutlich unter der Zielvorgabe liegt", so OECD-Chefvolkswirtin Catherine Mann.

Weitere geldpolitische Impulse hält die OECD am Dienstag daher für gerechtfertigt. Neben mehr Käufen von Kreditverbriefungen (ABS) und Pfandbriefen könnten demnach auch Staats- und Unternehmensanleihen von der Europäischen Zentralbank (EZB) erworben werden.

EZB-Chef Draghi hatte vorige Woche die Tür für die umstrittenen Staatsanleihenkäufe weit aufgemacht. Die Zentralbank würde damit mehr Geld in die Wirtschaft pumpen in der Hoffnung, dass dadurch die Konjunktur anspringt und die derzeit extrem niedrige Teuerung anzieht. Der EZB ist es zwar durch die Europäischen Verträge erlaubt, zu Zwecken der Geldpolitik Staatsanleihen am Sekundärmarkt zu kaufen, sie darf aber keine Staatsfinanzierung betreiben.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Commerzbank verfolgt ihre Pläne für eine europäische Onlinebank nicht weiter. "Wir haben inzwischen entschieden, das Projekt Copernicus nicht fortzuführen", sagte Privatkundenchef Michael Mandel in einem im Intranet der Commerzbank veröffentlichten Interview, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.
 

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Deutsche Commerzbank gibt Pläne für europäische Onlinebank auf

Berlin (APA/Reuters) - Europa muss sich im internationalen Zahlungsverkehr angesichts des Konflikts über die Iran-Sanktionen nach den Worten des deutschen Außenministers Heiko Maas unabhängiger von den USA machen.
 

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Maas: Europa im Zahlungsverkehr unabhängiger von USA machen

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