OECD: EZB muss mehr tun im Kampf gegen Konjunkturflaute

(Reuters) - Die Industriestaaten-Organisation OECD fordert die Europäische Zentralbank (EZB) zum Kauf von Staatsanleihen auf. "Angesichts der sehr schwachen Konjunktur und der Deflationsgefahr sollte die EZB ihre geldpolitischen Maßnahmen erweitern", erklärte die OECD in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Ausblick für die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20). "Das sollte die Verpflichtung zu umfangreichen Wertpapierkäufen umfassen - und zwar so lange, bis die Inflation wieder auf Kurs ist." Auch Staatsanleihen sollte die EZB dabei erwerben.

Die OECD begründete ihren Vorstoß mit der anhaltenden Konjunkturflaute. Die Arbeitslosigkeit sei hoch, die Konsumausgaben schwach, ebenso die Investitionen. Die EZB entscheidet an diesem Nachmittag über ihre Geldpolitik. Experten rechnen damit, dass die Notenbanker vorerst keine neuen Instrumente im Kampf gegen eine drohende Deflation - also einem für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front - auspacken.

Die Erholung der Weltwirtschaft bleibt der OECD zufolge fragil. Der Aufschwung in den USA sei zwar robuster als gedacht. Dafür tue sich Japan schwerer als erwartet, aus der Deflation herauszufinden. Die großen Schwellenländer entwickelten sich unterschiedlich. In China verlangsame sich das Wachstum, während es in Indien wieder anziehe. In Russland und Brasilien bleibe die Konjunktur vorerst schlapp.

Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr weltweit um 3,3 Prozent zulegen, 2015 um 3,7 und 2016 um 3,9 Prozent, sagt die OECD voraus. Für die Euro-Zone wird in diesem Jahr ein Plus von 0,8 Prozent erwartet, das 2015 auf 1,1 und 2016 auf 1,7 Prozent steigen soll.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte