OECD-Chef: Stahlstreit darf nicht auf andere Bereiche überschwappen

Wien (APA) - Die Lösung des Stahl-Handelsstreits kann nach Ansicht von OECD-Generalsekretär Angel Gurria nur darin bestehen, dass man die Überkapazitäten in der Stahlproduktion reduziert. "Man muss die Wurzel des Problems eliminieren", sagte Gurria am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Wenn man immer nur die Symptome behandle, "dann wird es immer Spannungen geben, einzelne Länder werden misstrauisch sein, ihre Interessen und ihre Arbeiter schützen wollen, und die anderen werden natürlich in gleicher Weise darauf reagieren".

Wenn man das Übel nicht gleich an der Wurzel packen könne, dann sollte man zumindest die Überkapazitäten für manche Stahlarten in manchen Ländern reduzieren, sagte Gurria. Insgesamt werde sich die Nachfrage nach Stahl und Aluminium mit der Zeit erholen, wenn die Konjunktur wieder anziehe.

Er wolle nicht darüber spekulieren, wie große die Gefahr eines Handelskriege sei, so Gurria. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden." Wichtig sei es jetzt, den Stahlstreit nicht auf andere Produkte und andere Wirtschaftsbereiche überschwappen zu lassen. So seien die USA, Kanada und Mexiko gerade dabei, über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA zu verhandeln. "So etwas ist mitten im Verhandlungsprozess das Letzte, was man brauchen kann."

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen