OECD-Chef: Stahlstreit darf nicht auf andere Bereiche überschwappen

Wien (APA) - Die Lösung des Stahl-Handelsstreits kann nach Ansicht von OECD-Generalsekretär Angel Gurria nur darin bestehen, dass man die Überkapazitäten in der Stahlproduktion reduziert. "Man muss die Wurzel des Problems eliminieren", sagte Gurria am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Wenn man immer nur die Symptome behandle, "dann wird es immer Spannungen geben, einzelne Länder werden misstrauisch sein, ihre Interessen und ihre Arbeiter schützen wollen, und die anderen werden natürlich in gleicher Weise darauf reagieren".

Wenn man das Übel nicht gleich an der Wurzel packen könne, dann sollte man zumindest die Überkapazitäten für manche Stahlarten in manchen Ländern reduzieren, sagte Gurria. Insgesamt werde sich die Nachfrage nach Stahl und Aluminium mit der Zeit erholen, wenn die Konjunktur wieder anziehe.

Er wolle nicht darüber spekulieren, wie große die Gefahr eines Handelskriege sei, so Gurria. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden." Wichtig sei es jetzt, den Stahlstreit nicht auf andere Produkte und andere Wirtschaftsbereiche überschwappen zu lassen. So seien die USA, Kanada und Mexiko gerade dabei, über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA zu verhandeln. "So etwas ist mitten im Verhandlungsprozess das Letzte, was man brauchen kann."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte