OECD-Chef: Stahlstreit darf nicht auf andere Bereiche überschwappen

Wien (APA) - Die Lösung des Stahl-Handelsstreits kann nach Ansicht von OECD-Generalsekretär Angel Gurria nur darin bestehen, dass man die Überkapazitäten in der Stahlproduktion reduziert. "Man muss die Wurzel des Problems eliminieren", sagte Gurria am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Wenn man immer nur die Symptome behandle, "dann wird es immer Spannungen geben, einzelne Länder werden misstrauisch sein, ihre Interessen und ihre Arbeiter schützen wollen, und die anderen werden natürlich in gleicher Weise darauf reagieren".

Wenn man das Übel nicht gleich an der Wurzel packen könne, dann sollte man zumindest die Überkapazitäten für manche Stahlarten in manchen Ländern reduzieren, sagte Gurria. Insgesamt werde sich die Nachfrage nach Stahl und Aluminium mit der Zeit erholen, wenn die Konjunktur wieder anziehe.

Er wolle nicht darüber spekulieren, wie große die Gefahr eines Handelskriege sei, so Gurria. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden." Wichtig sei es jetzt, den Stahlstreit nicht auf andere Produkte und andere Wirtschaftsbereiche überschwappen zu lassen. So seien die USA, Kanada und Mexiko gerade dabei, über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA zu verhandeln. "So etwas ist mitten im Verhandlungsprozess das Letzte, was man brauchen kann."

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker