OECD-Chef: Stahlstreit darf nicht auf andere Bereiche überschwappen

Wien (APA) - Die Lösung des Stahl-Handelsstreits kann nach Ansicht von OECD-Generalsekretär Angel Gurria nur darin bestehen, dass man die Überkapazitäten in der Stahlproduktion reduziert. "Man muss die Wurzel des Problems eliminieren", sagte Gurria am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Wenn man immer nur die Symptome behandle, "dann wird es immer Spannungen geben, einzelne Länder werden misstrauisch sein, ihre Interessen und ihre Arbeiter schützen wollen, und die anderen werden natürlich in gleicher Weise darauf reagieren".

Wenn man das Übel nicht gleich an der Wurzel packen könne, dann sollte man zumindest die Überkapazitäten für manche Stahlarten in manchen Ländern reduzieren, sagte Gurria. Insgesamt werde sich die Nachfrage nach Stahl und Aluminium mit der Zeit erholen, wenn die Konjunktur wieder anziehe.

Er wolle nicht darüber spekulieren, wie große die Gefahr eines Handelskriege sei, so Gurria. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden." Wichtig sei es jetzt, den Stahlstreit nicht auf andere Produkte und andere Wirtschaftsbereiche überschwappen zu lassen. So seien die USA, Kanada und Mexiko gerade dabei, über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA zu verhandeln. "So etwas ist mitten im Verhandlungsprozess das Letzte, was man brauchen kann."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht