OECD: Abgabenquote in Österreich 2016 stark gesunken

Wien (APA) - Die Steuerreform und das starke Wirtschaftswachstum haben die österreichische Abgabenquote im Vorjahr stark sinken lassen. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Übersicht der OECD. Der Rückgang war der stärkste unter den 35 OECD-Staaten. Im internationalen Vergleich liegt Österreich mit einer Steuer- und Abgabenquote von 42,7 Prozent allerdings immer noch im Spitzenfeld, genauer auf Rang 7.

Die schwarz-blauen Koalitionsverhandler haben angekündigt, die Steuer- und Abgabenquote in Richtung 40 Prozent senken zu wollen. Dieser Wert wurde zuletzt vor 26 Jahren knapp unterschritten: Für 1991 weist die Statistik eine Abgabenquote von 39,8 Prozent aus. Das bisherige Rekordjahr war 2001 mit 44 Prozent. Wobei das Finanzministerium zuletzt damit rechnete, dass die Abgabenquote nach dem Rückgang 2016 und 2017 auch ohne weitere Eingriffe sinken wird - auf 41,6 Prozent im kommenden Jahr.

Damit trotzt Österreich dem generellen Trend, denn die Industriestaaten-Organisation OECD weist in ihren aktuellen "Revenue Statistics 2017" für 20 ihrer 35 Mitglieder einen Anstieg der Abgabenquote aus. Im Durchschnitt liegen die Steuern bei 34,3 Prozent der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt/BIP) - ein neuer Rekordwert. Der mit der Wirtschaftskrise 2008 erfolgte Einbruch wurde damit wieder wett gemacht. Einzig die Steuern auf Unternehmensgewinne bleiben international unter Vorkrisenniveau.

Auch in Österreich liegen die Unternehmenssteuern unter dem Durchschnitt: Während die OECD-Länder neun Prozent ihrer Einnahmen aus Steuern auf Unternehmensgewinnen ziehen, waren es in Österreich zuletzt fünf Prozent (Stand 2015). Vermögenssteuern bringen in Österreich überhaupt nur ein Prozent der Einnahmen, im OECD-Schnitt sind es sechs Prozent. Überdurchschnittlich hoch sind dagegen die Sozialbeiträge, die hierzulande ein Drittel (34 Prozent) der Staatseinnahmen ausmachen, während es im OECD-Schnitt nur ein Viertel ist (26 Prozent).

Höher als in Österreich sind die Steuern und Sozialabgaben in Dänemark, Frankreich, Belgien, Finnland, Schweden und Italien. Deutschland liegt mit 37,6 Prozent auf Rang 12, die Schweiz mit 27,8 Prozent auf Rang 29. Allerdings fehlen bei der Schweiz verpflichtende Sozialabgaben an Privatversicherungen im Wert von 53 Mrd. Franken (45,11 Mrd. Euro), die zwar bezahlt werden müssen, die von der OECD aber nicht als Teil der Abgabenquote gewertet werden.

Die durchschnittliche Steuerleistung pro Einwohner lag in Österreich 2015 (also im Jahr vor der Steuerreform) bei 21.579 Dollar. Höher war sie nur in Dänemark, Norwegen und Luxemburg. Ein Ausreißer nach unten ist Österreich dagegen bei der Steuerautonomie von Ländern und Gemeinden, wie der Bericht zeigt: Während Länder und Gemeinden in Österreich nur 4,5 Prozent der gesamten Steuern und Abgaben einheben, ist es in anderen föderal organisierten Staaten durchschnittlich ein Viertel, in Deutschland sogar fast ein Drittel.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los