ÖBIB hat Geschäftsführer-Posten ausgeschrieben

Der ÖIAG-Nachfolger ÖBIB hat, wie erwartet, den Geschäftsführerposten ausgeschrieben. Derzeit macht den Job noch Rudolf Kemler, dessen Vertrag wurde aber nach einigen Turbulenzen in der Staatsholding im Vorjahr von 2017 auf den 31. Oktober 2015 verkürzt. Allerdings hatte ÖIAG-Aufsichtsratschef Siegfried Wolf bei der Vertragsverkürzung gemeint, es könne auch schneller gehen.

In der heutigen Ausschreibung steht jedenfalls: "Es ist ein ehebaldiger Eintritt wünschenswert." Interessenten mögen sich bis zum 6. Mai bei Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) melden. Das Casting übernimmt der Personalberater Korn/Ferry International. Die Bezahlung orientiere sich an der "Bundes-Vertragsschablonenverordnung". Der Geschäftsführer-Vertrag läuft für drei Jahre.

Und das sollten Interessenten mitbringen: Eine betriebswirtschaftliche und/oder juristische Ausbildung mit akademischem Abschluss und eine mehrjährige, erfolgreiche Führungserfahrung. Des weiteren sollte eine sehr gute Kenntnis der "politischen Rahmenbedingungen in Österreich" vorhanden sein. Und Bewerber sollten sich "in einem komplexen Interessensgeflecht zielgerichtet bewegen können".

Der Grund für die Umwandlung der ÖIAG in die ÖBIB war ein politischer. Der sich selbst erneuernde Aufsichtsrat der ÖIAG wurde von Kritikern als Insiderclub von Papier- und Auto-Industriellen gesehen. Da die Holding die Staatsanteile an der OMV, der Post und der Telekom Austria verwaltet ist sie aber den Staatsbürgern gegenüber verantwortlich, und das sollte mit der Repolitisierung nun wieder sichergestellt sein.

Die Ausschreibung erfolgte heute, Mittwoch, im "Standard" und der "Presse". Am Samstag wird sie dann auch im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" erscheinen. Laut Finanzministerium muss der Job im Amtsblatt und in einer Tageszeitung ausgeschrieben werden. Um möglichst schnell auszuschreiben habe man nun einen Teil vorgezogen und sich für zwei statt eine Zeitung entschieden.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs