ÖBB planen Zukäufe in Deutschland - Heuer mehr Gewinn erwartet

ÖBB-Chef Christian Kern erwartet in Österreich Marktanteilsverluste und will die Bahn daher international breiter aufstellen. Im Visier sind vor allem Deutschland und Nordwesteuropa, wo Übernahmen kleinerer Bahnunternehmen geplant seien, so Kern zum "WirtschaftsBlatt". Die Bilanz für 2015 soll besser ausfallen als im Jahr davor. Kern geht von Umsatzzuwächsen sowie einem höheren Nettoergebnis aus.

In Antwerpen haben die ÖBB seit kurzem ein Joint Venture (Rail Cargo Benelux), das auch für den deutschen Markt relevant sei, sagte Kern. In Mitteldeutschland habe man ein kleineres Bahnunternehmen im Auge, aus dem sich ein hoher zweistelliger Millionenumsatz ergeben soll.

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn soll zwar fortgesetzt werden, die ÖBB wollen aber die Kapazitäten dort erhöhen. "Der Wettbewerb im Güterverkehr verschärft sich zunehmend. Der Konkurrenzdruck hat auch damit zu tun, dass sich das Geschäftsmodell des Transports von Gütern mit der Deutschen Bahn auf österreichischen Schienen und umgekehrt langsam auflöst. Dieses Modell ist wettbewerbsrechtlich bedenklich, was dazu führt, dass jetzt alle mit dem Rücken zur Wand stehen", meinte der ÖBB-Manager.

Auch in Südosteuropa will Kern die Position der ÖBB verbessern - "allerdings mit Augenmaß", wie er einräumte. Aufgrund der dortigen Entwicklung dürfe man sich keinen großen Sprung innerhalb kurzer Zeit erwarten. In der Türkei ist die Bahn auf Partnersuche und will die Vertriebsposition stärken.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte