ÖBB investiert Milliarden in Kärnten

Die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) werden in den kommenden fünf Jahren 1,9 Milliarden Euro in Kärnten investieren. Rund 60 Millionen wurden extra für die Stärkung des Nahverkehrs paktiert.

Klagenfurt. Mehr als 1,9 Mrd. Euro investieren die ÖBB bis zum Jahr 2021 in die Schieneninfrastruktur Kärntens. Dazu kommen noch 60 Mio. Euro extra für die Stärkung des Kärntner Nahverkehrs, wie Infrastrukturminister Gerald Klug (SPÖ) am Montag in Klagenfurt vor Journalisten erklärte. Diese Summe fließt bis 2023 ins südlichste Bundesland.

Ein entsprechender Vertrag wurde von Klug, ÖBB-Chef Christian Kern, Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Verkehrslandesrat Rolf Holub (Grüne) unterzeichnet. Im laufenden Jahr werden in die Modernisierung von Bahnhöfen, in Barrierefreiheit und Sicherheitsmaßnahmen 250 Mio. Euro investiert, so Klug. Die Arbeitsaufträge sollen dabei zu vier Fünftel Kärntner Unternehmen zugutekommen. Kaiser rechnete vor, dass die Investitionen der Bahn die Sicherung von rund 30.000 Arbeitsplätzen bedeuteten.

Holub kündigte an, es werde eine neue S-Bahn-Linie für Kärnten geben, mit der "S4" werde dann Hermagor im Stundentakt erreichbar sein. Dazu komme eine Verlängerung der "S3", insgesamt 14 Bahnhöfe werden barrierefrei gemacht. Nach wie vor das größte Bahnprojekt in Kärnten ist aber die Koralmbahn. Die insgesamt 130 Kilometer lange Strecke zwischen Klagenfurt und Graz mit dem 33 Kilometer langen Koralmtunnel soll 2023 fertiggestellt werden. Dann wird man mit dem Zug von Klagenfurt nach Graz nur noch 45 Minuten unterwegs sein.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab