ÖBB investieren 300 Millionen Euro in Kraftwerk Tauernmoos im Pinzgau

Uttendorf/Wien (APA) - Die ÖBB machen jetzt ernst mit dem Bau ihres ersten Pumpspeicherkraftwerks, dem Kraftwerk Tauernmoos im Salzburger Pinzgau. Für das Vorhaben liegen alle Genehmigungen vor, 2021 sollen die Baumaschinen auffahren. Die Bundesbahnen investieren in das Projekt rund 300 Millionen Euro, teilten sie am Montag mit. Das Kraftwerk wird die bestehende Kraftwerksgruppe Stubachtal ergänzen.

Die beiden Speicherseen im hinteren Stubachtal bei Uttendorf wurden bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts errichtet. Der obere der beiden, der Weißsee, dient derzeit aber nur als Vorspeicher, das Gefälle zum 220 Meter tiefer gelegenen zweiten Stausee Tauernmoos wird nicht zur Stromerzeugung genutzt. Genau dies soll mit dem vorliegenden Projekt erfolgen. Das Kraftwerk wird eine Leistung von 170 Megawatt (MW) haben und im Jahr 16 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das Wasser wird in Zeiten, in denen zu viel Strom im Netz ist, wieder in den oberen See zurückgepumpt, bei erhöhter Nachfrage kann erneut Bahnstrom erzeugt werden. "Vier Kraftwerke betreibt die ÖBB-Infrastruktur bereits heute im Salzburger Stubachtal. Fast jeder fünfte Zug im Streckennetz fährt mit Bahnstrom aus dem Stubachtal, sagte ÖBB-Sprecher Robert Mosser zur APA".

Nach den ursprünglichen Plänen hätte das Kraftwerk heuer bereits ans Netz gehen sollen. Allerdings wurde nach Vorliegen aller Genehmigungen noch der Bau eines Erschließungstunnels zur UVP eingereicht, und dieses Verfahren zog sich durch Einsprüche in die Länge. Inzwischen sind aber alle Genehmigungen rechtskräftig, so Mosser. Mit dem Erschließungstunnel wird die gesamte Kraftwerkanlage wetterfest gemacht, denn bisher konnten die bestehenden Anlagen nur durch Seilbahnen, Straßen oder Fußwege erreicht werden und waren daher stark der hochalpinen Witterung ausgesetzt. Auch der Strom des neuen Kraftwerks wird über den Tunnel abgeleitet.

Mit dem Bau soll laut ÖBB Mitte 2021 begonnen werden. Die Inbetriebnahme wird voraussichtlich Ende 2025 erfolgen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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