ÖBB - Chancen im Nachtzuggeschäft und mit Fernbussen

Chancen sieht ÖBB-Boss Christian Kern im Nachtzuggeschäft. Von Österreich aus sollen italienische Städte stärker angefahren werden. Da sich die Deutsche Bahn aus dem Nachtzuggeschäft zurückziehen will, sei man in Gesprächen, nun in Deutschland einzusteigen, sagte er bei der Bilanzpressekonferenz.

"Der Nachtverkehr ist ein attraktives Geschäft", meinte Kern. In Österreich machen die Nachtzüge immerhin 17 Prozent vom Fernverkehr aus, die jährliche Zuwachsrate liegt bei 4 Prozent. In Deutschland macht das Nachtzuggeschäft hingegen nur 1 Prozent vom Fernverkehr aus.

Im Visier hat die Bundesbahn die Verbindungen zu italienischen Städten: Venedig, Mailand, Rom, Verona und Livorno sollen die Österreicher verstärkt in die neuen Nachtzüge locken.

Im wachsenden Fernbusmarkt wollen die ÖBB nur internationale Routen anbieten und dafür 28 neue Busse einsetzen. Fernbuskunden seien ein sehr junges Publikum, das so auch für die Bundesbahn gewonnen werden könne, ist Kern überzeugt. Details sollen in Kürze bei einer eigenen Pressekonferenz vorgestellt werden.

Angesprochen auf die arbeitsrechtlichen Konflikte rund um den ÖBB-Caterer Do&Co ("Henry am Zug") meinte Kern, natürlich seien die arbeitsrechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Die Bahn habe mit dem Unternehmen einen Vertrag bis 2017 und gehe davon aus, dass dieser erfüllt werde. Für die nächste Periode sei das Catering neu ausgeschrieben worden.

Ende 2016 werden neun neue Railjet-Züge in Betrieb genommen, insgesamt sind 101 cityjets bis Ende 2017 geplant. Mit neuen Zügen werden die Brenner Tagverkehre sowie die Nachtverkehrszüge nach Mailand, Rom und Venedig ausgerüstet. Für Mobilfunk und WLAN werden bis 2018 rund 100 Mio. Euro investiert.

Brüssel (APA/dpa) - Mitten im heiklen Brexit-Streit forciert die EU-Kommission ein Verfahren gegen Großbritannien wegen nicht eingetriebener Zölle in Milliardenhöhe. Die EU-Kommission setzte London am Montag eine neue Frist von zwei Monaten, um zu handeln. Andernfalls droht Großbritannien eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
 

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Brüssel forciert Verfahren gegen Großbritannien wegen Zollausfällen

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der unter Druck geratene Modekonzern Gerry Weber lässt seine Sanierungsfähigkeit überprüfen und verschreckt damit seine Anleger. Die Aktie sackte am Montag in der Spitze um mehr als 27 Prozent auf 3 Euro ab und markierte damit den tiefsten Stand seit 15 Jahren.
 

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Gerry-Weber-Anleger nehmen Reißaus - Sanierungsgutachten bestellt

München/Berlin (APA/Reuters) - Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China treibt deutschen Top-Managern momentan keine weiteren Schweißperlen auf die Stirn. Dank einer starken Binnenkonjunktur mit Bauboom und kauffreudigen Verbrauchern trübte sich das Geschäftsklima im September nur leicht ein. Das Ifo-Barometer fiel um 0,2 auf 103,7 Punkte, das ist aber der zweitbeste Wert des vergangenen halben Jahres.
 

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Deutsche Manager bleiben trotz Handelsstreits relativ gelassen