Obersteirische Metallgussfirma zum dritten Mal insolvent

Kapfenberg (APA) - Die obersteirische Ventana Kapfenberg GmbH, vormals Feinguss GmbH, ist zum dritten Mal insolvent. Das Unternehmen war bereits 2011 und 2016 zahlungsunfähig gewesen, diesmal planen die Eigentümer jedoch keine Fortführung. Rund 60 Dienstnehmer sind betroffen, teilten die Kreditschützer AKV, KSV1870 und Creditreform am Mittwoch mit. Die Überschuldung beträgt gut 900.000 Euro.

Nach der erfolgreichen Sanierung mit 20-prozentiger Barquote 2011/2012 war die Feinguss GmbH mit Sitz in Kapfenberg 2016 erneut insolvent. Das Unternehmen wurde in Ventana umbenannt und ein deutscher Investor, die HDF Beteiligungs GmbH aus Chemnitz, hat das Stammkapital übernommen. Damit konnte der Betrieb erneut saniert werden, doch trotz der eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen war das Unternehmen auf Zuschüsse des Gesellschafters angewiesen. Dieser konnte keine positive Fortführungsprognose abgeben, weshalb nun auch die Ventana am Landesgericht Leoben die Eröffnung eines Konkursverfahren beantragt hat.

Rund 80 Gläubiger sind betroffen. Von den 60 Mitarbeitern stehen 42 Arbeiter und 18 Angestellte vor dem Jobverlust. Die Passiva betragen rund 2,99 Mio. Euro, die Aktiva belaufen sich auf 2,07 Mio. Euro. Der Insolvenzverwalter hat nun zu prüfen, ob das Unternehmen gesamt veräußert werden kann und damit die Arbeitsplätze gerettet werden können.

Bei der Metallgussfirma handelt es sich um die einzige Feingießerei Österreichs, in der alle Arten vergießbarer Stahl- und Aluminiumwerkstoffe verarbeitet werden. Hergestellt werden Präzisionsprodukte für die Fahrzeugtechnik, Luftfahrttechnik, Medizintechnik, allgemeiner Maschinenbau, Elektroindustrie, chemische Industrie, Kernkraftwerkstechnik, Zellstoffindustrie, Wehrtechnik und Sportwaffenbau sowie insbesondere Rapid-Prototyping. Die Feinguss GmbH war 1988 gegründet worden.

Die Inflationsrate in Österreich ist im Juli leicht auf 2,1 Prozent gestiegen, nach 2,0 Prozent im Juni. Hauptpreistreiber waren Treibstoffe, gefolgt von Ausgaben für Wohnen, Wasser, und Energie, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Die Treibstoffpreise waren im Juli um 14,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat.
 

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Inflation stieg in Österreich im Juli auf 2,1 Prozent

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne