Oberste Bankenabwicklerin gegen Brüsseler Pläne zu Öko-Investitionen

Frankfurt (APA/Reuters) - Europas oberste Bankenabwicklerin Elke König zeigt sich beunruhigt durch Pläne der EU-Kommission, Kredite für Öko-Investitionen in den Bilanzen der Banken bevorzugt zu behandeln. "Wenn man nachhaltige Investitionen fördern will, dann sollte man nicht so tun, als wären sie risikofrei", sagte sie dem Magazin "WirtschaftsWoche". Sie beobachte das Vorhaben mit Sorge.

"Investitionen sind immer risikobehaftet, und eine Förderung etwa für nachhaltige Investitionen sollte transparent bleiben." König leitet seit Anfang 2015 die EU-Behörde zur Abwicklung maroder Banken, den Single Resolution Board (SRB).

Die Pläne zur Förderung von grünen Investitionen hatte EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis im Dezember vorgestellt. Der Vorstoß soll das EU-Ziel unterstützen, den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Die EU-Kommission erhofft sich dadurch unter anderem mehr Investitionen von Banken in erneuerbare Energien. Bis jetzt spielen grüne Investitionen in der Finanzbranche nur eine Nebenrolle.

Mit ihrer Kritik an dem Vorhaben steht König nicht alleine da. Eine von der EU-Kommission mit der Prüfung der Vorschläge beauftragte Expertengruppe hatte Ende Jänner vor Gefahren gewarnt. Aus ihrer Sicht wäre es riskant, die Kapitalanforderungen für Banken zu senken, um damit Investitionen in nachhaltige Projekte zu fördern.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor