Obama geht mit Wirtschaftssanktionen gegen Hacker vor

Washington - Die USA nehmen Wirtschaftssanktionen in ihr Arsenal für den Kampf gegen Cyberangriffe auf. Eine am Mittwoch von Präsident Barack Obama unterzeichnete Exekutivanordnung ermöglicht der US-Regierung, das Vermögen von Hackern einzufrieren, die in Attacken auf Ziele in den Vereinigten Staaten verwickelt sind.

Obama rief angesichts der Zunahme von "bösartigen Cyberaktivitäten" gegen die USA einen nationalen Notstand aus. Die Sanktionsliste wird den Angaben zufolge gemeinsam vom Finanz-, Außen- und Justizministerium in Washington erstellt. Die Strafmaßnahmen sollen unter anderem bei Attacken auf wichtige Infrastruktur wie die Strom- oder Wasserversorgung, beim Diebstahl von Bank- und Kreditkarteninformationen sowie bei der Entwendung von Industriegeheimnissen greifen.

Obama drohte sowohl einzelnen Hackern als auch Unternehmen, die von den Cyberangriffen profitieren, mit Konsequenzen. Ausdrücklich erwähnte der Präsident Attacken aus China, Russland, Nordkorea und dem Iran. Bisher sei es wegen schwacher Gesetze und dem Unwillen ausländischer Regierungen oftmals schwierig gewesen, "schlechte Akteure" zur Rechenschaft zu ziehen, sagte er.

Als Reaktion auf eine Welle von Hackerattacken hatte Obama im Jänner schärfere Gesetze zur Cybersicherheit angekündigt. Mutmaßlich nordkoreanische Hacker hatten vergangenen November die Computersysteme des Filmstudios Sony Pictures geknackt und anschließend vertrauliche Informationen im Internet veröffentlicht. Mit dem Datenleck wollten sie die Absetzung der Politkomödie "The Interview" erzwingen, die von einem fiktiven Mordkomplott gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un handelt. Pjöngjang wies jede Verantwortung zurück.

Millionen von Verbrauchern in den USA wurden in den vergangenen Jahren Opfer von Datendiebstahl durch ausländische Hacker. Alleine durch eine Cyberattacke auf den Einzelhandelsriesen Target sollen die Kreditkarteninformationen von bis zu 40 Millionen Kunden in die Hände von Kriminellen gelangt sein. China steht wiederum im Verdacht, eine Sondereinheit seiner Volksbefreiungsarmee einzusetzen, um Handelsgeheimnisse von US-Unternehmen zu stehlen.

London/Düsseldorf (APA/Reuters) - Die britische Regionalfluggesellschaft Flybe streicht vor dem Hintergrund schwieriger Marktbedingungen die Segel und stellt sich zum Verkauf. Der Vorstand sei bereits mit einer Reihe potenzieller Käufer im Gespräch, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit, ohne Details zu nennen. Es würden aber auch andere Optionen gezogen wie etwa weitere Kapazitäts- und Kostenreduzierungen.
 

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Britische Flybe stellt sich zum Verkauf

Kaprun (APA) - Am 10. Dezember gehen die österreichischen Skischulen mit einer eigenen neuen Buchungsplattform an den Start. Mit "book2ski.com" will die Branche ihre Leistungen jedoch nicht nur online vermarkten: Es geht vor allem darum, die Abhängigkeit von internationalen Buchungsplattformen und Konzernen zu verringern.
 

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Die österreichischen Skischulen setzen auf eigene Buchungsplattform

Brüssel/Rom (APA/AFP) - Eskalation im Streit um Italiens Schuldenpolitik: Die italienische Regierung will ihren Haushaltsentwurf für 2019 anders als von der EU-Kommission gefordert nicht ändern. Rom könnte nun ein Defizitverfahren drohen, das zu milliardenschweren Geldstrafen führen kann. Doch eine offene Konfrontation mit Italien könnte auch die Entscheidungsfähigkeit der EU in Frage stellen. Ein Überblick:
 

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Italien-Budget - Gefährliche Konfrontation mit Europa