NZZ-Mediengruppe 2017 mit mehr Gewinn - Aber nur dank Verkäufe

Zürich (APA/sda) - Die Schweizer NZZ-Mediengruppe hat 2017 einen Gewinn von 28,7 Mio. Franken (24,5 Mio. Euro) eingefahren. Das sind um 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Einer der Gründe für den positiven Abschluss ist der Verkauf von Audienzz-Anteilen an Admeira.

Admeira, die Werbeallianz von SRG, Swisscom und Ringier, kaufte voriges Jahr 15 Prozent von Audienzz. Dabei handelt es sich um die digitale Verkaufsorganisation der NZZ-Mediengruppe. Über die Details wurde damals Stillschweigen vereinbart.

Neben den Audienzz-Anteilen verkaufte die NZZ-Mediengruppe auch ihren Teil des "Tagblatts der Stadt Zürich" an Tamedia und 14 Prozent der "Surseer Woche". Über all diese Verkäufe liegen keine detaillierten Zahlen vor. Klar ist aber, dass diese bei der NZZ-Mediengruppe für willkommene Einnahmen sorgten.

Ohne diese Verkäufe und ohne gut laufende Wertschriften sähe das Ergebnis des vergangenen Jahres deutlich schlechter aus. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm laut einer Mitteilung der NZZ-Mediengruppe vom Montag um 1,8 Mio. auf 25,6 Mio. Franken ab. Die EBIT-Marge ging von 6,2 auf 6,0 Prozent zurück.

Dieser Rückgang liege hauptsächlich an den Regionalmedien, die noch stark vom Werbe- und Druckmarkt abhängig seien, schreibt die NZZ- Mediengruppe. Nach unten zeigt vor allem der Print-Werbemarkt. Diese Umsatzeinbuße von 12 Prozent habe aber größtenteils durch Sparmaßnahmen kompensiert werden können.

Neu bündelt die NZZ ihre Regionalmedien mit denjenigen der AZ Medien in einem Gemeinschaftsunternehmen, wie sie im Dezember bekannt gegeben hatte. Die beiden Partner erhoffen sich davon Größenvorteile.

Die gesamte NZZ-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 428,2 Mio. Franken. Das entspricht einer Abnahme von 3 Prozent gegenüber 2016. Das Eigenkapital inklusive Minderheitsanteile erhöhte sich gleichzeitig um 4,9 auf 285,2 Mio. Franken.

Vom guten Abschluss sollen die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 250 Franken pro Aktie. Im Vorjahr lag die Dividende bei 200 Franken.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch