Nur ein Viertel der deutschen Unternehmen erfüllt bisher Frauenquote

Trotz des Gesetzes für eine Frauenquote in Aufsichtsräten erfüllt erst ein Viertel der betroffenen deutschen Unternehmen den gesetzlichen Anteil von 30 Prozent. Dies geht aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Index "Women on Board" (Frauen in Aufsichtsräten) hervor. Demnach haben 77 von 101 börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen die Quote noch nicht erreicht.

Bei den öffentlichen Unternehmen sei die Situation ähnlich, erklärte das deutsche Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Verweis auf ein Ranking der öffentlichen Unternehmen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. In den 74 Unternehmen, an denen der Bund mit mehr als 25 Prozent beteiligt sei, sei weniger als jede vierte Position in den Aufsichtsgremien mit einer Frau besetzt. 16 Prozent der öffentlichen Unternehmen mit Bundesbeteiligung haben demnach gar keine Frau in den Führungsetagen, weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand.

Das vom Ministerium in Auftrag gegebene Ranking untersucht auch, wie die börsennotierten Unternehmen ihren Frauenanteil in Vorständen und den zwei obersten Führungsebenen erhöhen wollen. Demnach haben 60 Prozent der Unternehmen ein Planungsziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, aber nur ein Prozent für den Vorstand. "Hier bleibt also noch viel zu tun", erklärte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD). Gesetzliche Vorgaben seien daher notwendig.

Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" sieht unterschiedliche Vorgaben je nach Größe eines Unternehmens vor. Der Grundsatz lautet: Für die größten Firmen gelten die strengsten Vorschriften. Mittelgroße Unternehmen bekommen mehr Spielraum bei der Frauenförderung. Die Frauenquote gilt auch für öffentliche Unternehmen, bei denen der Bund oder Behörden Aufsichtsgremien besetzen. Kleinere Unternehmen sind von der Neuregelung ausgenommen.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutschen Bundesländer verlangen von der Industrie und der Regierung in Berlin die Nachrüstung von älteren Dieseln im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote voranzutreiben. In einem Entschließungsantrag forderte der Bundesrat am Freitag die Regierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Hersteller für eine Nachrüstung mit Katalysatoren in die Verantwortung genommen werden.
 

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Deutsche Bundesländer drängen auf Diesel-Nachrüstung

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen haben zum Ende des dritten Quartals einen negativen Veranlagungsertrag erzielt: Die Performance lag durchschnittlich bei minus 0,91 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit. Das sei trotz ungünstiger Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal, in dem die Performance bei minus 1,2 Prozent lag.
 

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Pensionskassen: Performance im 3. Quartal im Minus

Wien (APA) - Das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) steht derzeit bei einigen Themen in der Kritik von Oppositionsparteien und von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Beispielsweise geht es - neben der Aufregung rund um eine geplante UVP-Änderung - um den Standpunkt des Umweltministeriums zum Standortentwicklungsgesetz, das derzeit überarbeitet wird.
 

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Standortgesetz - NGO üben weiter Kritik an Umweltministerium