Nur drei NATO-Staaten in Europa schaffen Zwei-Prozent-Ausgabenziel

Brüssel (APA/AFP) - Die NATO-Staaten in Europa haben Schwierigkeiten, ihre Verteidigungsausgaben, wie von US-Präsident Donald Trump gefordert, auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu steigern. Wie die Allianz am Donnerstag mitteilte, schafften dies im vergangenen Jahr neben den Vereinigten Staaten nur drei europäische Länder: Estland, Griechenland und Großbritannien.

Ursprünglich war das Bündnis von fünf europäischen Ländern ausgegangen. Dennoch erwartet die NATO, dass dieses Jahr bereits acht Alliierte zwei Prozent erreichen.

Die NATO-Länder hatten 2014 vereinbart, ihre Verteidigungsausgaben binnen eines Jahrzehnts "Richtung zwei Prozent" zu steigern. US-Präsident Trump fordert seit dem vergangenen Jahr, dass die Verbündeten bis 2024 "mindestens" zwei Prozent erreichen. Er wirft dabei insbesondere dem wirtschaftsstarken Deutschland vor, im Verteidigungsbereich auf die USA zu setzen und nicht genug für die Lastenteilung im Bündnis zu tun. Deutschlands Verteidigungsquote lag 2017 bei 1,24 Prozent.

Tatsächlich stehen die USA für rund zwei Drittel der Verteidigungsausgaben in der NATO und liegen weit über dem NATO-Ziel. Dem Bündnis zufolge betrug der Anteil des US-Verteidigungsbudgets an der gesamten Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr 3,57 Prozent.

Problem Deutschlands und auch anderer Staaten ist, dass sie zwar die Verteidigungsausgaben deutlich erhöht haben, durch gleichzeitiges Wirtschaftswachstum sich die NATO-Quote aber kaum erhöht hat. Den Bündnis-Daten zufolge lagen die deutschen Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr bei 40,5 Milliarden Euro. Dies waren 2,8 Milliarden Euro mehr als 2016.

Die NATO hatte ursprünglich erwartet, dass auch Rumänien und Polen bereits 2017 die zwei Prozent schaffen würden. Sie blieben mit 1,8 und 1,99 Prozent aber darunter. Das Bündnis erwartet nun, dass sie die Marke in diesem Jahr schaffen. Auch Lettland und Litauen sollen 2018 erstmals auf die zwei Prozent kommen.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. "2017 haben die europäischen Alliierten und Kanada ihre Verteidigungsausgaben um fast 5 Prozent erhöht", kommentierte er.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker