Nowotny: Finanzkrise markiert neue Ära geringer Wachstumsraten

Die 2007 ausgebrochene Finanzkrise dürfte den Beginn einer neuen Ära niedriger Wachstumsraten markieren, führte OeNB-Gouverneur und EZB-Rat Ewald Nowotny bei seiner Eröffnungsrede anlässlich der 43. Volkswirtschaftlichen Tagung in Wien aus. Auch die jüngsten Konjunkturprognosen würden keinen Aufholprozess aufzeigen, sondern eher eine langsame Erholung nahelegen.

Bis 2007 hätten die Wachstumsraten sowohl in Österreich als auch in den USA einem klaren Trend gefolgt - in Österreich waren es 2,7 Prozent, in den USA 3,1 Prozent. Um diesen Trend habe es starke Fluktuationen gegeben mit einer Standardabweichung von 2 Prozent in beiden Ländern.

Um nach den unterdurchschnittlichen Wachstumsraten seit 2007 wieder auf den ursprünglichen Wachstumspfad zurückzukehren, würde es notwendig sein, eine Wachstumslücke von fast 15 Prozent zu schließen. Das wäre noch immer möglich, wenn die Wachstumsraten über einige Jahre deutlich über dem Trend liegen würden. "Unglücklicherweise zeigen unsere jüngsten Prognosen keinen solchen Aufholprozess an", so Nowotny.

Derzeit sei man einerseits mit einer anhaltenden negativen Produktionslücke und andererseits mit langfristig geringeren Wachstumsraten konfrontiert.

Der EZB-Rat lobte die Anleihenkäufe ("Quantitative Easing") durch die Europäische Zentralbank. Es gebe "erste Signale für einen Erfolg" dieser Maßnahmen.

Nowotny erklärte, dass die schwächere Wirtschaftserholung teilweise mit der höheren Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftswachstums zusammenhänge. Diese Unsicherheit würde bei Haushalten zu höherem Vorsichtssparen führen, und Unternehmen würden ihre Investments verschieben.

Auf die Schuldenkrise in Griechenland nahm Nowotny in seiner Rede nicht explizit Bezug. Die Gespräche Griechenlands mit seinen Kreditgebern waren am Sonntag ohne Erfolg geblieben. Wegen der festgefahrenen Situation hatten die Euroländer am Donnerstag erstmals offiziell über eine Pleite Athens beraten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte