Nowotny: EZB-Zinserhöhung in 2. Jahreshälfte möglich

Wien - EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hält es für möglich, dass es in der zweiten Jahreshälfte erstmals nach langer Zeit wieder zu einer Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) kommen wird. Nowotny geht nämlich davon aus, dass sich in der zweiten Jahreshälfte wieder eine Erhöhung der Inflationsrate im von der EZB gewünschten Ausmaß - also knapp 2 Prozent - ergeben wird.

"Sobald es stärkeres Wirtschaftswachstum gibt, sobald die Inflationsraten in dem von uns akzeptieren Maß wieder anziehen, dann ist auch die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit gegeben, über Zinserhöhungen nachzudenken", führte Nowotny aus.

Grund dafür sind laut dem OeNB-Gouverneur die Energiepreise, die nach einem starken Verfall - von bis zu 50 Prozent beim Ölpreis - zumindest auf dem derzeitigen Niveau bleiben sollten. Dieser massive Rückgang werde sich nicht weiter fortsetzen, so Nowotny am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien. Alleine durch den Basiseffekt - die Inflationsraten werden auf jährlicher Basis berechnet - werde es zu einer Erhöhung der Inflation kommen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht