Nowotny: EZB-Zinserhöhung in 2. Jahreshälfte möglich

Wien - EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hält es für möglich, dass es in der zweiten Jahreshälfte erstmals nach langer Zeit wieder zu einer Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) kommen wird. Nowotny geht nämlich davon aus, dass sich in der zweiten Jahreshälfte wieder eine Erhöhung der Inflationsrate im von der EZB gewünschten Ausmaß - also knapp 2 Prozent - ergeben wird.

"Sobald es stärkeres Wirtschaftswachstum gibt, sobald die Inflationsraten in dem von uns akzeptieren Maß wieder anziehen, dann ist auch die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit gegeben, über Zinserhöhungen nachzudenken", führte Nowotny aus.

Grund dafür sind laut dem OeNB-Gouverneur die Energiepreise, die nach einem starken Verfall - von bis zu 50 Prozent beim Ölpreis - zumindest auf dem derzeitigen Niveau bleiben sollten. Dieser massive Rückgang werde sich nicht weiter fortsetzen, so Nowotny am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien. Alleine durch den Basiseffekt - die Inflationsraten werden auf jährlicher Basis berechnet - werde es zu einer Erhöhung der Inflation kommen.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück