Nowotny - "EZB kann Anleihenkäufe ganz herunterfahren"

London/Frankfurt/Wien (APA/Reuters) - Österreichs Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny kann sich ein komplettes Herunterfahren der umstrittenen Anleihenkäufe der EZB nach dem kommenden September vorstellen. "Wenn sich die Dinge in der Wirtschaft so gut entwickeln, wie wir glauben, gibt es gute Gründe dann mit dem Abschmelzen zu beginnen," sagte das EZB-Ratsmitglied am Freitag in London.

Die zuletzt beschlossene Verringerung des monatlichen Kaufvolumens ab Jänner könne jedoch noch nicht als ein solches "Tapering" - ein schrittweises Drosseln der Transaktionen auf null - verstanden werden.

Ab Anfang 2018 soll das Volumen auf monatlich 30 Milliarden Euro halbieren werden und die Käufe bis September 2018 fortgesetzt werden. Ein mögliches Ende des Programms, mit denen die Euro-Wächter die Konjunktur anheizen und für mehr Preisauftrieb sorgen wollen, signalisierten sie zuletzt jedoch nicht. Dies hatte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gefordert. Die EZB hielt sogar an der Option fest, im Notfall die Käufe erneut zu verlängern oder auszuweiten.

Die EZB strebt knapp unter zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an, verfehlt die Marke aber seit Jahren. "Dieses Ziel von zwei Prozent oder 1,9 ist eine Sache, die in den kommenden Jahren nicht einfach zu erreichen sein wird", sagte Nowotny. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone sei "immer noch sehr hoch".

Österreichs Notenbankchef hält es jedoch für möglich, dass der Preisanstieg im nächsten Jahr kräftiger ausfällt als bisher vorhergesagt. "Ich denke, die Inflationsraten 2018 könnten höher liegen als derzeit angenommen wird", sagte er dem Sender Bloomberg TV. Ein Grund seien die anziehenden Energiepreise. Im September hatten die EZB-Volkswirte für nächstes Jahr 1,2 Prozent vorhergesagt. Dabei nahmen sie allerdings einen Ölpreis an, der deutlich unter dem aktuellen Niveau liegt.

Wien (APA) - Der Frequentis-Konzern hat im Jahr 2017 seinen Gewinn (nach Steuern) von 9,2 Mio. auf 10,7 Mio. Euro gesteigert. Das auf sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme spezialisierte Wiener IT-Unternehmen erzielte 266,9 Mio. Euro Umsatz, nach 241,2 Mio. Euro im Jahr 2016. Dies geht aus der heute Dienstag veröffentlichten Konzern-Bilanz im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor.
 

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Frequentis steigerte 2017 Gewinn und Umsatz

Linz (APA) - In der Affäre um liegen gebliebene Akten im Linzer Magistrat hat das Kontrollamt nun seinen Bericht vorgelegt, wie die Stadt am Dienstag berichtete. Es macht u.a. "Defizite in der organisatorischen, personellen und strategischen Führungsarbeit" für die Misere verantwortlich. Die entstandene Schieflage sei lange Zeit "von allen Beteiligten des Geschäftsbereiches völlig falsch eingeschätzt" worden.
 

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Linzer Aktenaffäre: Kontrollamt sieht Defizite in Führungsarbeit

Paris (APA/dpa) - Ein neuer Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs hat auch für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Wegen eines Streikaufrufs für Fluglotsen waren die Airlines am Dienstag dazu aufgerufen, an drei großen Flughäfen jeweils jeden fünften Flug zu streichen, wie Frankreichs zivile Luftfahrtbehörde bestätigte.
 

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Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs bringt Flugausfälle