Novomatic-Zukauf: Auch Ainsworth-Minderheitsaktionäre wollen Geld

Der australische Pokermilliardär möchte 53-Prozent-Anteil an die Niederösterreicher abgeben. Die Minderheitseigner verlangen gleiches Angebot. Die für Mai angesetzte Hauptversammlung könnte verschoben werden.

Wien/Gumpoldskirchen. Minderheitsaktionäre des australischen Glücksspielkonzerns Ainsworth wollen das gleiche Übernahmeangebot, das Pokermilliardär Len Ainsworth von Novomatic bekommen hat. Len Ainsworth möchte seinen 53-Prozent-Anteil im Wert von fast 500 Mio. australische Dollar an den niederösterreichischen Spielmaschinenriesen Novomatic abgeben. Er bekommt 2,75 Dollar je Aktie.

Einige der Minderheitsaktionäre von Ainsworth wollen ihr Geld zum selben Preis - 2,75 australische Dollar pro Aktie - herausbekommen, sagte der unabhängige Ainsworth-Direktor Graeme Campbell laut einem Bericht des "Sydney Morning Herald" (Montag).

Der Novomatic-Deal mit Len Ainsworth kommt nur zustande, wenn mehr als 50 Prozent der Minderheitsaktionäre zustimmen. Das Ainsworth-Board hat den Verkauf empfohlen. Offen ist noch die Frage, ob Len Ainsworths Frau Gretel, die zehn Prozent am Unternehmen hält, eine Stimme abgeben darf. Darüber entscheidet ein Komitee, in dem die vier unabhängigen Direktoren des Unternehmens sitzen.

Die ursprünglich für den 13. Mai anberaumte außerordentliche Hauptversammlung bei der Ainsworth Game Technology (AGT) könnte dem Bericht zufolge auf die erste Juni-Woche verschoben werden. Novomatic-Chef Harald Neumann soll den Aktionären Rede und Antwort stehen.

Einer der zehn größten Ainsworth-Investoren hat vorgeschlagen, dass sich der Glücksspielkonzern Geld leiht, um alle Minderheitsaktionäre auszuzahlen. Die Verschuldung bliebe dann immer noch im Branchenschnitt. Analyst Joshua Ross von Watermark Funds Management hatte bereits vor einigen Wochen gesagt, sein Fonds könnte sich gegen den Teileinstieg von Novomatic aussprechen, da man einen Komplettverkauf bevorzuge.

AGT-Chef Danny Gladstone hat vergangene Woche mit Novomatic-Boss Neumann in Chicago besprochen, wie die Österreicher und die Australier zusammenarbeiten könnten.

Geht der Deal durch, bekommt Novomatic Zugang zum wichtigen US-Markt. Ainsworth ist in Amerika bereits groß im Geschäft, stammen doch 58 Prozent de Konzerngewinns aus den USA und Co. Im Laufe des Jahres 2016 will Ainsworth sowohl in Nord- als auch in Lateinamerika wachsen. In Kürze wird eine Spielstätte in Las Vegas eröffnet.

Für Novomatic ist das klassische Casinogeschäft bisher kein Thema, da dort gleich mehrere Milliarden an Eigenkapital nötig sind. Im Online-Bereich setzen die Niederösterreicher aber stark auf den US-Markt, bieten etwa "Social Games" an. Bei diesen Spielen wird nicht um Echtgeld gespielt, sondern um virtuelle Währung. In großen Teilen der USA ist Glücksspiel verboten.

Die dortige Glücksspielbehörde geilt neben den kanadischen und australischen als eine der strengsten der Welt. Im Falle des Novomatic-Einstiegs bei Ainsworth müssten auch die US-Behörden zustimmen. Die Prüfung könnte bis zu 12 Monate dauern.

Riad (APA/AFP) - Der saudi-arabische Ölriese Aramco wird nach Angaben seines Vorstandschefs Amin Nasser wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2018 an die Börse gehen. "Der Börsengang ist im Zeitplan", sagte Nasser am Montag dem Fernsehsender CNBC. Er reagierte damit auf Berichte, der Verkauf von knapp fünf Prozent der Anteile an der staatlichen Aramco könne verschoben werden.
 

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Saudi-Arabien bekräftigt Zeitplan für Börsengang von Aramco

Berlin (APA/Reuters) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor Risiken beim schrittweisen Ausstieg aus der außerordentlich lockeren Geldpolitik gewarnt. "Die ersten Schritte zur Normalisierung der Geldpolitik bei der Federal Reserve sind reibungslos gelaufen", sagte IWF-Vize David Lipton am Montag laut Redetext auf einer Finanzkonferenz in München. Man dürfe aber die Risiken nicht ignorieren.
 

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IWF-Vize - Geldpolitische Normalisierung birgt Risiken

Baden-Baden (APA/Reuters) - Die Hurrikan-Serie in den USA und der Karibik soll die seit Jahren bröckelnden Preise in der Rückversicherung nach oben treiben. Beim jährlichen Branchentreffen in Baden-Baden hat der Preispoker mit den Erstversicherern für die Verträge begonnen, die zum Jahreswechsel auslaufen.
 

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Rückversicherer hoffen nach Hurrikanen auf höhere Preise