Novomatic verdoppelte Gewinn im ersten Halbjahr

Wien/Gumpoldskirchen (APA) - Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic konnte im ersten Halbjahr 2018 seinen Gewinn beinahe verdoppeln. Während die Umsatzerlöse um 12,6 Prozent von 1,212 auf 1,365 Mrd. Euro zulegten, stieg der Reingewinn um 95 Prozent von 56,3 auf 109,9 Mio. Euro. Aktuell liege der Fokus auf der Konsolidierung des raschen Wachstums und der Steigerung von Synergien, so Novomatic am Donnerstag.

Die Verkaufserlöse von Glücksspielgeräten konnten gegenüber dem Vorjahr um 96,2 Prozent gesteigert werden. Wesentlich dazu beigetragen habe der Zukauf von Ainsworth Game Technology. Novomatic hält rund 52 Prozent am australischen Unternehmen mit weltweiten Standorten in Nord- und Südamerika. Der Zukauf sei von hoher strategischer Bedeutung, weil er den Zugang zum nordamerikanischen Markt ebne. Auf die von Ainsworth im Mai gekappte Gewinnprognose für 2018 von 42 auf 20 Mio. australische Dollar geht das Novomatic-Management im Halbjahresbericht nicht ein.

Lizenzerträge im Zusammenhang mit Lotterietechnologie erhöhten die sonstigen Erträge im ersten Halbjahr um 40,9 Prozent. Livegame-Erträge legten in Folge der Ausweitung im Bingo-Bereich in Italien um 32 Prozent zu. Wetterlöse sind um 16,6 Prozent angestiegen, sie konnten insbesondere in Österreich (+5,2 Mio. Euro) und Italien (+2,6 Mio. Euro) gesteigert werden. Die Automatenerlöse lagen trotz des Verkaufs von Spielbetrieben in Peru um 9,6 Prozent über dem Vorjahr. Mieterlöse zeigten sich dagegen mit -3,1 Prozent rückläufig.

In Deutschland wurden aus regulatorischen Gründen alle Geschäftsbeziehungen zu B2B-Kunden beendet, was die Erlöse im E-Business-Bereich um 16,5 Prozent verringerte, geht aus dem Halbjahresbericht weiter hervor.

In Italien wurde aufgrund gesetzliche Veränderungen die Zahl der betriebenen Geräte um 35 Prozent reduziert. In Moldawien wird Novomatic den staatlichen Lotterien mindestens 3.500 Glücksspielgeräte zur Verfügung stellen. Ein Vertrag über 15 Jahre wurde abgeschlossen.

Das EBITDA verbesserte sich im ersten Halbjahr um 11,6 Prozent auf 318 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 23 Prozent auf 148,4 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand kletterte auf den neuen Höchststand von 26.230 Personen. Der freie Cashflow vor Akquisitionen verringerte sich von 25,4 auf -3,1 Mio. Euro, nach Akquisitionen von -95,8 auf -297,0 Mio. Euro.

Im Laufe des ersten Halbjahres 2018 gab es neben der Großakquisition von Ainsworth nur mehr vereinzelt Zukäufe kleinerer Unternehmen in den Kernmärkten Deutschland, Italien, Spanien und Osteuropa, vornehmlich in den Bereichen Spielhallenbetrieb, Baraufstellung und Sportwetten.

"Aktuell liegt der Fokus jedoch auf der Konsolidierung des raschen Wachstums der letzten Jahre, das insbesondere durch Zukäufe von Unternehmen vorangetrieben wurde. Parallel dazu wurde auch mit der Steigerung von Synergien begonnen", betont Novomatic-Chef Harald Neumann.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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