Novartis schließt Milliarden-Deal mit GlaxoSmithKline

Basel/London (APA/Reuters) - Der Pharmakonzern Novartis baut mit einem Milliarden-Zukauf sein Multiple-Sklerose-Geschäft aus. Das Schweizer Unternehmen übernimmt vom britischen Konkurrenten GlaxoSmithKline (GSK) den in Entwicklung befindlichen Wirkstoff Ofatumumab, wie die beiden Firmane am Freitag mitteilten. Novartis bezahlt vorerst 300 Mio. Dollar (268,3 Mio. Euro) an GSK.

Nimmt das Medikament weitere Hürden, kann der Preiszettel auf insgesamt sogar gut eine Milliarde Dollar steigen. Zudem streicht GSK bis zu 12 Prozent der Umsätze mit dem Medikament ein.

Ofatumumab ist nicht die erste Arznei, die Novartis von GSK übernimmt. Im vergangenen Jahr kauften die Baseler im Rahmen ihres Konzernumbaus ein ganzes Portfolio an Krebsmedikamenten für insgesamt rund 16 Mrd. Dollar. Darunter war auch Ofatumumab, allerdings nur für den Bereich Onkologie. Mit der jüngsten Vereinbarung liegen nun alle Rechte an dem Wirkstoff bei Novartis.

Ofatumumab gehört einer neuen Klasse von Wirkstoffen an, die den bisherigen Erkenntnissen zufolge hochwirksam sind und wenig Nebenwirkungen verursachen. Am weitesten fortgeschritten mit Ocrelizumab ist Roche, wie Vontobel-Analyst Stefan Schneider erklärte. Roche peilt dafür im ersten Quartal 2016 Zulassungsanträge in den USA und in der Europäischen Union an. Für das von Novartis gekaufte Konkurrenzprodukt hat die dritte und letzte Testphase noch nicht begonnen.

Der weltweite Multiple-Sklerose-Markt kommt auf ein Volumen von rund 19 Mrd. Dollar. Novartis hat bereits fünf Medikamente gegen die Krankheit in Entwicklung oder auf dem Markt, darunter der Umsatzrenner Gilenya.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma