Novartis-Chef: Alcon-Börsengang bedeutet Exit

Zürich/Basel (APA/Reuters) - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will sich im Fall eines Börsengangs seiner Augenheiltochter Alcon vollständig von der Sparte verabschieden. "Nach der strategischen Überprüfung des Geschäfts sieht es so aus, als ob die 100-prozentige Trennung von Alcon den Aktionären erheblichen Mehrwert bringen würde", sagte Vorstandschef Joseph Jimenez am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

"Novartis würde in diesem Fall keine Aktien behalten, wir würden die Aktien zu 100 Prozent unseren Aktionären zuteilen", wird der Chef zitiert. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, betonte der US-Manager, der den Arzneimittelhersteller aus Basel nach acht Jahren an der Spitze Ende Jänner verlassen wird. Kurzfristig konzentriere sich Novartis darauf, die Erholung von Alcon zu festigen, erklärte Jimenez. Novartis will die mit Ertragsproblemen kämpfende Augenheilsparte noch mindestens bis 2019 behalten.

Der Konzern hatte Alcon einst für mehr als 50 Mrd. Dollar gekauft. Doch der Hoffnungsträger konnte die Erwartungen nie ganz erfüllen. Anfang 2017 wurde die Sparte zur Disposition gestellt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte