Notfallpläne von fünf US-Großbanken mangelhaft

US-Finanzaufseher haben Notfallpläne fünf großer Bankhäuser zurückgewiesen. Die "Testamente", mit denen die Institute eine für die restliche Finanzwelt risikolose Abwicklung im Fall der eigenen Pleite sicherstellen sollen, seien mangelhaft. Das teilten die Regulierer am Mittwoch mit.

Die US-Aufseher bewerten die Notfall-Abwicklungspläne von einigen amerikanischen Großbanken als mangelhaft. Das treffe auf fünf von acht der systemrelevanten US-Geldhäusern zu, teilten die US-Notenbank (Fed) und der Einlagensicherungsfonds (FDIC) am Mittwoch mit. Bei den Instituten handele es sich um Bank of America, Bank of New York Mellon, JPMorgan, State Street und Wells Fargo. Ihnen droht nun eine verschärfte Aufsicht, sollten sie die Pläne für ihre sogenannten Banken-Testamente nicht nachbessern. Dafür setzten die Behörden eine Frist bis zum 1. Oktober.

Auch die Pläne der drei anderen Banken entsprachen nicht den Anforderungen, die Kritik fiel jedoch nicht so scharf und im Fall von Goldman Sachs und Morgan Stanley nicht einstimmig aus. Nur wenn sich Fed und FDIC in ihrer Beurteilung einig sind, muss das Geldhaus die Mängel beheben. Das "Testament" von Citigroup habe Unzulänglichkeiten, sei aber glaubwürdig, urteilten die beiden Behörden. Die Notfall-Abwicklungspläne von vier ausländischen Banken, die als systemrelevant eingestuft werden, werden den Angaben zufolge noch geprüft. Dabei handelt es sich um die Deutsche Bank, Barclays, Credit Suisse und UBS.

Die Frist für die nächste reguläre Überprüfung der "Testamente" ist der 1. Juli 2017. Großbanken sollen im Krisenfall nie wieder dem Steuerzahler zur Last fallen. Um dies zu verhindern, mussten die Institute den US-Aufsehern detaillierte Pläne vorlegen, wie sie sich in einer Schieflage selbst abwickeln würden. Die Banken mussten schon mehrmals nacharbeiten. Die Pläne sind eine Reaktion auf die letzte große Finanzkrise 2008, als der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft erschütterte.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab