Notenbank-Dachorganisation sagt weiter unruhige Börsen voraus

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Notenbanken-Dachorganisation erwartet nach den abrupten und massiven Kursverwerfungen vor einigen Wochen weiterhin holprige Börsen. Die Volatilität an den Finanzmärkten sei zurückgekehrt, teilte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag in ihrem jüngsten Quartalsbericht mit.

"Nach einer ungewöhnlich langen Phase ungewöhnlich niedriger Zinssätze und lockerer geldpolitischer Bedingungen wäre es unrealistisch, nicht mit weiteren Marktturbulenzen zu rechnen", erklärte der Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung, Claudio Borio. Aus Sicht der BIZ zeigen die Turbulenzen, wie groß die Risiken sind, die von den Marktakteuren in der langen Zeit außergewöhnlich ruhiger Börsen eingegangen sind.

"Es gibt kaum etwas Heimtückischeres an den Märkten als die Illusion dauerhafter Ruhe", erklärte Borio. Wie lange die Zeit unruhiger Börsen nun anhalten werde, lasse sich nicht sagen. Anfang Februar waren ausgehend von den USA die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt gegangen. Der US-Leitindex Dow Jones war zeitweise um fast 1.600 Punkte abgestürzt - so viel wie noch nie in seiner Geschichte.

Aus Sicht der BIZ-Experten verdeutlichen die Marktturbulenzen auch, wie schwierig für die Notenbanken die Rückkehr zu einer weniger expansiven Geldpolitik ist. "Einerseits müssen sie die Geldpolitik normalisieren, nicht zuletzt, um ihren Handlungsspielraum mit Blick auf den nächsten Abschwung zu vergrößern", erklärte Borio. Andererseits müssten sie dies bewerkstelligen, ohne den Wirtschaftsaufschwung abzuwürgen. In den USA ist die Federal Reserve bereits auf eine Politik der moderaten Zinsanhebungen umgeschwenkt. So weit ist die EZB in der Eurozone noch nicht. Dort dürften Zinserhöhungen noch länger kein Thema sein.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht