Notenbank - 130 Banken aus EU wollen nach Brexit britische Lizenz

London (APA/Reuters) - Die britische Notenbank geht davon aus, dass sich mindestens 130 Geldhäuser aus Europa auf der Insel um eine Lizenz für die Zeit nach dem EU-Austritt bewerben dürften. Der für die Finanzmarktaufsicht zuständige Vizechef der Bank of England, Sam Woods, nannte diese Zahl am Dienstag auf einer von Reuters organisierten Konferenz in London.

"Damit liegt die Latte hoch, doch wir können es meistern", betonte Woods. Er hat rund 400 Banken aufgefordert, ihre Pläne für den Fall zu skizzieren, dass es zum geplanten Austrittsdatum Ende März 2019 weder ein neues Handelsabkommen mit der EU noch eine Übergangsregelung geben sollte.

Woods betonte, die auf der Insel ansässigen Banken seien mit ihren Plänen für die Zeit nach dem Brexit weiter als jene im übrigen EU-Raum. Die britische Lizenz, mit der die meisten Geldhäuser bisher in der gesamten Europäischen Union agieren, verliert mit dem Brexit voraussichtlich ihre Gültigkeit als "EU-Pass". Dann können Finanzinstitute von London aus keine Produkte mehr in den verbliebenen 27 EU-Ländern vertreiben. Denn dafür ist dann eine Lizenz in einem EU-Land erforderlich.

Der BoE-Vizechef kündigte zugleich eine wichtige Weichenstellung für die europäischen Banken an, die nach dem Brexit weiter in London operieren wollen: Bis Weihnachten soll darüber entschieden werden, ob sie Zweigstellen in Tochtergesellschaften umwandeln und so direkt der britischen Bankenaufsicht unterwerfen müssen. Ein solcher Wechsel wäre für die betroffenen Geldhäuser mit zusätzlichen Kosten verbunden, da Bankentöchter in der Regel ihr Geschäft mit Kapital und Rücklagen unterlegen müssen. Zweigstellen können hingegen auf das Kapital ihrer Muttergesellschaft zurückgreifen.

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