Norwegens Staatsfonds hält trotz Kritik an VW-Engagement fest

Wolfsburg/Oslo - Mitten im VW-Abgasskandal hat Norwegens Staatsfonds, in dem die Öleinnahmen des skandinavischen Staats veranlagt werden, sein Bekenntnis zu Volkswagen bekräftigt. Gleichzeitig hat Staatsfonds-Chef Yngve Slyngstad gegenüber der "Frankfurter Allgemeine" am Sonntag seine Kritik an mangelnder Mitbestimmung im Konzern erneuert.

"VW ist ein wichtiger Konzern für Deutschland, für Europa, für die Welt. Deshalb werden wir unseren Anteil halten, solange es den Fonds und das Unternehmen gibt", sagte Slyngstad.

Unzufrieden ist der Fonds aber mit der Struktur des Autokonzerns: "Was wir von der Eigentümer- und Aufsichtsstruktur halten, haben wir schon 2008 klargemacht, aus Anlass der Übernahmeschlacht zwischen VW und Porsche. Dieser Skandal hat die Probleme deutlich gezeigt: Wir wurden als Minderheitsaktionär benachteiligt. Und wie alle internationalen Investoren waren wir überrascht, dass das überhaupt erlaubt ist. Das kann für Deutschland kein Vorzeigemodell sein."

An eine Änderung der kritisierten Verhältnisse glaubt der Fonds-Chef aber nicht: "Uns als Miteigentümern macht die Familie nicht den Eindruck, dass sie uns zuhören möchte." Gerade deswegen werde er das Thema immer wieder aufbringen, "um für Deutschland generell die Frage zu stellen, ob diese Art von Unternehmensführung gut ist oder nicht."

Als der Betrug aufflog, hatten die VW-Aktien der Norweger 300 Millionen Euro an Wert verloren.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte