NordLB - Auch strategische Investoren interessieren sich für Bank

Hannover (APA/Reuters) - Die NordLB rückt in den Fokus von Investoren. "Es gibt durchaus Interesse an der Bank", sagte Institutschef Thomas Bürkle der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in Hannover. "Es gibt genügend Marktteilnehmer, die erkennen, dass die NordLB ein tragfähiges und gutes Geschäftsmodell hat – auch strategische Investoren."

Der Kontakt zu Interessenten sei vor allem eine Frage der Eigentümer der Landesbank. "Wir sind da in enger Abstimmung", fügte Bürkle hinzu. Bisher war vor allem ein Interesse von Finanzinvestoren bekannt.

Niedersachsen ist mit knapp 60 Prozent vor den Sparkassen mit gut 26 Prozent größter Eigner der NordLB. Die Träger loten seit Monaten Wege aus, wie sie die vergleichsweise dünnen Kapitalpolster der Bank stärken können. Geprüft wird auch, das Institut für privates Kapital zu öffnen. "Wir arbeiten alle, Bank und Träger, sehr zeitnah und sehr intensiv an einer Lösung", betonte der NordLB-Chef. Das gesamte Konzept soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.

Derzeit liefen umfangreiche Gespräche unter anderem mit der Aufsicht und der EU-Kommission, erklärte NordLB-Aufsichtsratschef und Landesfinanzminister Reinhold Hilbers. "Wir versuchen jetzt auch Modelle zu entwickeln, wie wir privates Kapital in die Bank holen können", sagte der CDU-Politiker zu Reuters. "Das ist alles nicht so ganz einfach und mit vielen Restriktionen belegt." So müsste die öffentlich-rechtliche NordLB womöglich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Knackpunkt im Prozess ist, wie man Geld in die Bank stecken kann, ohne dass es zu einem Beihilfeverfahren der EU-Kommission mit harten Auflagen kommt. "Eine Zahlung aus dem Landeshaushalt in die Bank hinein würde auf jeden Fall nach meinen Kenntnissen und nach den Gesprächen, die ich aus Brüssel kenne und die ich auch selbst geführt habe, als Beihilfe gewertet werden", sagte Hilbers. Das sei für die Regierung kein Thema. Der Minister wich allerdings der Frage aus, auf welchem anderen Weg das Land Geld in die Bank pumpen könnte.

Bürkle und Hilbers äußerten sich am Rande einer vertraulichen Sitzung des Finanzausschusses im Landtag, wo sie über interne Papiere informierten. Denn jüngst hatten Medienberichte über die Interne Revision der NordLB für Unruhe gesorgt. Demnach stellten die hauseigenen Prüfer Fehlverhalten etwa beim Umgang mit Schiffskrediten fest. Bank und Land betonten, die Mängel seien bereits ausgeräumt oder würden bald beseitigt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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